Wechsel zu Daimler Bundesregierung nimmt Klaeden in Schutz

Die Bundesregierung weist die Vorwürfe gegen Eckart von Klaeden zurück: Der frühere Staatsminister habe vor seinem Wechsel zu Daimler keine wichtigen Entscheidungen für die Autoindustrie mitgetroffen.

Eckart von Klaeden: Die Staatsanwaltschaft leitet ein Verfahren ein
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Eckart von Klaeden: Die Staatsanwaltschaft leitet ein Verfahren ein


Berlin - Die Regierung nimmt Eckart von Klaeden in Schutz. Sprecher Steffen Seibert widersprach am Montag Verdächtigungen, der ehemalige Kanzleramts-Staatsminister habe vor seinem Wechsel zu Daimler für die Autoindustrie relevante Entscheidungen mitgetroffen: Klaeden habe Vorlagen in Kopie zur Kenntnis erhalten, etwa in seiner Funktion als Bund-Länder-Koordinator, sagte Seibert.

"Das heißt nicht, dass er auch eine Entscheidungsrolle bei all diesen Gebieten hatte", erklärte der Regierungssprecher. Klaeden habe während seiner Amtszeit keine Entscheidungen mit Bezug zur Automobilindustrie vorbereitet oder gar getroffen.

Der SPIEGEL hatte am Wochenende berichtet, dass die Berliner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den CDU-Politiker einleitet. Sie will herausfinden, ob sich zum Anfangsverdacht auf Vorteilsannahme weitere Indizien finden lassen. Klaeden selbst hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

Daimler erklärte, der Konzern sehe dem Verfahren mit großer Gelassenheit entgegen und habe keinerlei Zweifel an der Integrität Klaedens.

Klaeden hatte Ende Mai seinen Wechsel zu Daimler bekanntgegeben. Seit 1. November leitet er bei dem Autobauer den Bereich Politik und Außenbeziehungen. Bei der Berliner Staatsanwaltschaft war eine anonyme Anzeige gegen Klaeden im Zusammenhang mit seinem Jobwechsel eingegangen. Nach SPIEGEL-Informationen hat sich Klaeden in seiner Amtszeit mehrmals mit Daimler-Vertretern getroffen.

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gog-magog 04.11.2013
1. Schwer zu ertragen
Zitat von sysopDPADie Bundesregierung weist die Vorwürfe gegen Eckart von Klaeden zurück: Der frühere Staatsminister habe vor seinem Wechsel zu Daimler keine wichtigen Entscheidungen für die Autoindustrie mitgetroffen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wechsel-zu-daimler-bundesregierung-nimmt-klaeden-in-schutz-a-931703.html
Typisch Merkilanti: den korrupten Klaeden in Schutz nehmen, dem Aufklärer Snowden jedweden Schutz verweigern. Es ist einfach nur beschämend, was in diesem Land möglich ist.
hanswolfgangsieger 04.11.2013
2. Schutz der regierung
Zitat von sysopDPADie Bundesregierung weist die Vorwürfe gegen Eckart von Klaeden zurück: Der frühere Staatsminister habe vor seinem Wechsel zu Daimler keine wichtigen Entscheidungen für die Autoindustrie mitgetroffen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wechsel-zu-daimler-bundesregierung-nimmt-klaeden-in-schutz-a-931703.html
Es ist doch ganz offensichtlich warum die Regierung Herrn von Klaeden in Schutz nimmt, sollte sie das nicht tun bekommen die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP keine Schmiergelder mehr von der Autoindustrie und Frau Merkel, Herr Seehofer und der Kleine Rößler müßten für die Parteien zu 90% Konkurs an melden. Die Parteien und die Regierung sollte die ganze Sache der Staatsanwaltschaft überlassen und Herr Klaeden sollte sich auch nicht mehr für die Autolobby arbeiten.
Hilfskraft 04.11.2013
3. nimmt in Schutz ?
wundert das jemanden? Hier fällt wohl möglich eine stets willkommene "Versorgungslücke" von Regierungsmitglieder und sonstigen Polit-Knallschargen weg. Verelendung droht der Politkaste! Eine Runde Mitleid ...!
dt59258402 04.11.2013
4. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus...
Mehr ist dazu nicht zu sagen...
karlsiegfried 04.11.2013
5. Keine wichtigen Entscheidungen getroffen?
Vielleicht nur indirekt. Das könnte noch stimmen. In jedem Fall bietet er Daimler ein entsprechendes Netzwerk und überaus wichtige Informationen an. Wäre das nicht der Fall, würde Daimler auf ihn verzichten können.
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