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Wegen Russland: U.S. Army reaktiviert Militärlager in Deutschland

Die Amerikaner stocken ihre Depots für Militärgeräte in Europa auf. In Deutschland nahm die Army die Coleman Barracks in Mannheim wieder in Betrieb. Grund ist die Ukraine-Krise.

Auf dem Gelände der Coleman Barracks: Dort lagern unter anderem 250 Panzer Zur Großansicht
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Auf dem Gelände der Coleman Barracks: Dort lagern unter anderem 250 Panzer

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges benutzten die Amerikaner den ehemaligen Wehrmachtsflughafen im Norden Mannheims. Und eigentlich hätte es damit inzwischen vorbei sein sollen - das Gelände der Coleman Barracks sollte an Deutschland zurückgehen. Doch die Ukraine-Krise hat die Pläne umgeworfen.

Wegen der angespannten Lage zwischen Russland und den USA stocken die Amerikaner ihre europäischen Depots für Militärgeräte auf. So wurden in Deutschland die Coleman Barracks reaktiviert, sagte der Kommandeur der US-Landstreitkräfte, Ben Hodges, am Dienstag. Man wolle für den Fall der Fälle schnell einsatzfähig sein. Zudem gehe es um Abschreckung. Diese sei wichtig, um allen verbündeten Ländern politische Optionen jenseits eines Krieges offenzuhalten.

Derzeit gebe es 30.000 US-Soldaten in Europa, früher seien es 300.000 gewesen. "Unsere Aufgabe ist es, dass 30.000 aussehen und sich anfühlen wie 300.000", sagte Hodges. Und dies gelinge unter anderem dank der Coleman Barracks, wo sich ein "European Activity Set" (EAS) befindet. Dort lagern rund 1200 Fahrzeuge und Gerätschaften, darunter 250 Panzer. Dem US-Militär zufolge können von hier aus Einheiten in ganz Europa schnell mit Militärgerät beliefert werden.

Ursprünglich hatten die Amerikaner die Coleman Barracks schon Ende Februar dieses Jahres an Deutschland zurückgeben wollen. Auch wenn der Standort nun länger genutzt werde, sei er weiterhin nur als Übergangslösung anzusehen, sagte Hodges. Die strategische Überlegung sei, militärisches Gerät im Baltikum, in Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien zu lagern. Aber es dauere seine Zeit, dort geeignete Standorte zu finden.

ler/dpa

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