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Wertestudie: Immer mehr Deutsche zweifeln an der Demokratie

Die Unzufriedenheit der Deutschen mit der Demokratie in der Bundesrepublik nimmt erheblich zu. Fast jeder Dritte misstraut einer Umfrage von SPIEGEL Special zufolge dem politischen System.

Deutsche: Werteunterschiede geringer
DPA

Deutsche: Werteunterschiede geringer

Hamburg - Waren 1986 lediglich acht Prozent der Bürger im Westteil des Landes nicht mit der demokratischen Realität zufrieden, sind es zwei Jahrzehnte später bereits 30 Prozent. Das ist eines der Ergebnisse einer umfangreichen Studie über die Werte der Deutschen, die das Institut TNS Infratest im Auftrag von SPIEGEL Special erstellt hat. Im Osten des Landes liegt der Wert sogar bei 38 Prozent.

Geringe Veränderungen gibt es beim Nationalstolz. Seit 1986 hält sich der Anteil der "sehr stolzen" Deutschen (West) fast konstant bei einem Viertel, die Quote der "ziemlich stolzen" sank von 46 auf 40 Prozent. Im Osten nahm der Nationalstolz seit der Vergleichserhebung 1993 leicht zu, von 61 Prozent, die sich als sehr oder ziemlich stolz bezeichneten, auf jetzt 66 Prozent.

Die Werte-Unterschiede zwischen dem West- und dem Ostteil der Republik sind in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt deutlich geringer geworden. In zahlreichen Punkten, etwa der Bedeutung von Disziplin oder der Gleichberechtigung der Frau, hat sich die Einschätzung der Westdeutschen der Bewertung der Ostdeutschen angenähert.

Besonders dramatisch ist die Verschiebung beim Faktor soziale Gerechtigkeit. Im Jahr 1993 fanden 39 Prozent der Westler, aber 65 Prozent der Ostler diesen Wert besonders wichtig. Jetzt sind es 67 Prozent der West- und 68 Prozent der Ostbürger.

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