Rio de Janeiro - Die Reise, die den großen Ärger brachte, ist noch nicht ganz beendet, da verkündet der Lebensgefährte von Guido Westerwelle, Michael Mronz, schon seine Pläne für die nächste: Er wird bei der nächsten großen Auslandsreise des Außenministers nicht dabei sein. Der Sportveranstaltungsmanager kündigte am Freitag in Rio de Janeiro an, auf die Mitreise nach Südafrika im April verzichten zu wollen. Er habe "andere Termine".
Zugleich wies Mronz den Vorwurf zurück, bei der gegenwärtigen Südamerika-Reise auch berufliche Interessen verfolgt zu haben. Er verfolge "keine wirtschaftlichen Interessen" bei der Fußball-WM 2014, die in Brasilien stattfindet. Seine Firma sei "nicht auf solche globalen Events wie die WM oder die Olympischen Spiele" ausgerichtet. Mronz fügte hinzu: "Ich definiere meinen Beruf nicht über das Amt von Herrn Westerwelle."
Mronz besuchte am Freitag in Rio ein Kinderdorf. An den Terminen von Westerwelle nahm er nicht teil.
Mronz hatte Westerwelle zuvor bereits auf Reisen nach China und Japan begleitet. Zuletzt hatte es vor allem seitens der Opposition in Berlin Kritik gegeben, dass Westerwelle seinen Lebensgefährten mit auf Auslandsreisen nimmt. Mronz war vorgeworfen worden, aus den Reisen möglicherweise geschäftlichen Nutzen zu ziehen.
ffr/dpa/apn/AFP
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