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Wiedervereinigung: Platzeck kritisiert westdeutsche "Anschlusshaltung"

Die Einheit hält er zwar für eine "große Leistung", doch mit ihrem Ablauf ist Matthias Platzeck nicht einverstanden. Im SPIEGEL übt der SPD-Politiker Kritik an der westdeutschen "Anschlusshaltung" - und fordert einen Komplettumzug der Bundesregierung nach Berlin.

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SPD-Politiker Platzeck: "Gnadenlose Deindustrialisierung Ostdeutschlands"

Hamburg - Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat, exakt 20 Jahre nach der Unterzeichnung des Einigungsvertrags im August 1990, die Art der Wiedervereinigung scharf kritisiert. Mit dem Beitritt habe eine "gnadenlose Deindustrialisierung Ostdeutschlands" begonnen, sagte der Sozialdemokrat dem SPIEGEL.

Die westdeutsche "Anschlusshaltung" sei verantwortlich für "viele gesellschaftliche Verwerfungen bei uns nach 1990, so der SPD-Politiker. Es fehlten selbst kleinste symbolische Gesten gen Osten". Den Ostdeutschen sei das Gefühl vermittelt worden, sie müssten alles wegwerfen, "es war alles Stasi und alles ideologieverseucht".

Zugleich forderte Platzeck einen Komplettumzug der Bundesregierung nach Berlin. "Es ist doch ein Aberwitz, wie viel da bis heute gependelt wird. Damit muss nun Schluss sein. Wir müssen den Rest der Regierung endlich nach Berlin holen", so Platzeck im SPIEGEL.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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harrybr 29.08.2010
Zitat von sysopDie Einheit hält er zwar für eine "große Leistung", doch mit ihrem Ablauf ist Matthias Platzeck nicht einverstanden. Im SPIEGEL übt der SPD-Politiker Kritik an der westdeutschen "Anschlusshaltung" - und fordert einen Komplettumzug der Bundesregierung nach Berlin. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,714409,00.html
einverstanden. Den Rest mag er mit denen diskutieren die noch wissen : Nicht alle waren bei der Gestapo....
2. Dünne Bretter
Regulisssima 29.08.2010
Würde er doch nur schweigen ! Aber nein, dieser Ritter Ohnefurcht redet unaufhörlich weiter, obwohl er nichts zu sagen hat. Nun, was soll man anders von einem erwarten, der in seinem Leben nur klägliche Misserfolge zu verbuchen hat, ein echter Loser.
3. OK, da der Mann mit dem Westen..
derlabbecker 29.08.2010
... so viele Probleme hat kann ich ja ab diesem Monat meine Zahlungen für den Soli einstellen, oder? Er soll sich mal überlegen was er sagt. Ohne unsere Kohle hätte der immer noch zusammenfallende Häuser, Brücken und Strassen, und ein Eisenbahnnetz mit dem Stand von 1945. Das wie passt ihm nicht, aber die Kohle hat er gerne genommen. Klar, kann ich jetzt alles gut sagen, nachdem der Westen mir mein Land saniert und die Bürgersteige vergoldet hat!
4. -
semper fi, 29.08.2010
Zitat von sysopDie Einheit hält er zwar für eine "große Leistung", doch mit ihrem Ablauf ist Matthias Platzeck nicht einverstanden. Im SPIEGEL übt der SPD-Politiker Kritik an der westdeutschen "Anschlusshaltung" - und fordert einen Komplettumzug der Bundesregierung nach Berlin. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,714409,00.html
Ich habe das Komplettinterview im E-Spiegel gelesen und konnte dabei nur den Kopf schütteln. Der Mann ist wirklich nicht von dieser Welt. Besonders lustig finde ich, dass Platzeck für sich selbst einen Abgang ala Koch oder von Beust ausschliesst. Ja, wundert das jemand? Platzeck kann doch nix ausser Parteipolitik und Hand aufhalten.
5. Endlich sagt da auch mal ein Politiker was zu ...
Lebesque, 29.08.2010
Das haben wir vor 20 Jahren als junge Westdeutsche auch kritisiert. Die Vereinigung kam uns eher vor, wie eine Annektion der DDR. Vor allem, weil sich die Regierung Kohl den westdeutschen Industriebossen gebeugt und die ganze ostdeutsche Industrie platt gemacht hat, die doch auf einem hohen Qualitätsniveau war und gute Absatzmärkte in Osteuropa hatte. Tut mir leid liebe Ostdeutsche! Wir im Westen bedauern das auch. Wir hatten halt eine korrupte Regierung damals. Und einer der damals mit an der Schrauben gedreht hat ist heute noch dabei.
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