Straffällige Flüchtlinge Kretschmann will "Männerhorden in die Pampa" schicken

"Das Gefährlichste, was die Evolution hervorgebracht hat, sind junge Männerhorden": Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg will straffällige Flüchtlinge von Großstädten fernhalten - und im Land verteilen.

Winfried Kretschmann
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Winfried Kretschmann


Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will Flüchtlinge, die in Gruppen Straftaten begehen, von Großstädten fernhalten und im Land verteilen.

"Solche Gruppen muss man trennen und an verschiedenen Orten unterbringen", sagte der Grünen-Politiker der "Heilbronner Stimme" und dem "Mannheimer Morgen".

Der Gedanke, einige von ihnen "in die Pampa" zu schicken, sei nicht falsch. "Großstädte sind für solche Leute wegen der Anonymität attraktiv und weil sie dort Gleichgesinnte treffen."

Kretschmann weiter: "Salopp gesagt ist das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat, junge Männerhorden. Solche testosterongesteuerten Gruppen können immer Böses anrichten."

Der bundesweite bekannt gewordene Vergewaltigungsfall in Freiburg sei ein schlimmes Beispiel, sagte Kretschmann. Er bezog sich dabei auf die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18-jährigen Studentin in der Stadt. Acht Männer kamen in Untersuchungshaft: sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher.

In Kretschmanns Partei, den Grünen, dürften die Aussagen des Ministerpräsidenten nicht nur auf Zustimmung stoßen. Auch bleiben Fragen offen. So führte Kretschmann nicht im Detail aus, wie eine Gruppenbildung junger Männer verhindert werden könnte oder wie straffällige Flüchtlinge im Land verteilt werden sollen. Auch juristische Fragen, die ein solches Vorgehen aufwerfen würde, wurden nicht thematisiert.

Kretschmann ist in seiner Partei als Konservativer bekannt. Gerade erst hat er ein Buch veröffentlicht, das man als konservatives Manifest verstehen kann (lesen Sie hier ein Interview mit ihm darüber).

sth/dpa

insgesamt 273 Beiträge
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Seite 1
zeisig 09.11.2018
1. Harter Tobak, aber gut.
Und das von einem Grünen Ministerpräsidenten. Daß der sich das erlaubt ! Ich persönlich bin voll seiner Meinung.
karend 09.11.2018
2. .
"Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg will straffällige Flüchtlinge von Großstädten fernhalten - und im Land verteilen." Sollten straffällige Flüchtlinge nicht unverzüglich abgeschoben werden? Das wurde den Bürgern doch einmal gesagt; aber das galt vermutlich lediglich der Beruhigung.
patriae. 09.11.2018
3.
Großartig. Dann suchen sich diese, von der Gruppe getrennten Menschen auf dem Land einfach eine neue Gruppe und begehen dann auf dem Land Straftaten - wo grundsätzlich weniger Menschen sind, sich also mehr Möglichkeiten bieten und zudem weniger Polizei unterwegs ist. Gute Idee Herr Kretschmann!
Tharsonius 09.11.2018
4. Ahja
vor allem weil die sich ja auch einfach mal so in die Pampa schicken lassen. Ne Woche später sind sie wieder in der Stadt. .... So realitätsfern können auch nur Politiker sein die nie am Ort des geschehens sind.....
gitane 09.11.2018
5. die herrschenden Politiker können nicht zugeben
...dass sie mit ihrer Einwanderungspolitik gescheitert sind. Das Schlimme daran ist, dass sie politisch Verfolgten diskreditieren. Auf den Dörfern werden sie sich über die Goldstücke sehr freuen. Richtig wäre: Wer sich nicht benimmt, geht wieder.
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