Nach Merkel-Wahl Putin und Trump haben Kanzlerin noch nicht telefonisch gratuliert

Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben Angela Merkel telefonisch zu ihrer Wiederwahl beglückwünscht. Bislang nicht zum Hörer gegriffen haben hingegen Wladimir Putin und Donald Trump.

Donald Trump und Wladimir Putin
AFP

Donald Trump und Wladimir Putin


Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat ihr gratuliert, ebenso der österreichische Kanzler Sebastian Kurz und der japanische Regierungschef Shinzo Abe: Kanzlerin Angela Merkel hat nach ihrer Wiederwahl viele Glückwunschtelefonate geführt.

Bislang nicht unter den persönlichen Gratulanten: der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. "Es werden sicherlich weitere Telefonate folgen", erklärte Seibert. Ob und wann auch Gespräche mit Trump und Putin stattfinden, sagte er nicht.

Schriftlich hat Putin offenbar gratuliert. Er hoffe auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, teilte der Kreml mit. Putin wünschte demnach in einem Schreiben Merkel und der gesamten Bundesregierung Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg. Moskau und Berlin müssten bei aktuellen internationalen Fragen konstruktiv zusammenarbeiten.

Die Beziehung zwischen Deutschland und Russland ist schwierig

Das Verhältnis zu den USA ist unter Präsident Donald Trump merklich abgekühlt, Trump griff Merkel in der Vergangenheit auch persönlich an.

Die Beziehungen zu Russland sind schon seit Längerem schwierig. Das liegt vor allem an dem Ukraine-Konflikt und zuletzt auch an dem Giftanschlag auf einen russischen Ex-Agenten in Großbritannien. Die britische Regierung macht ebenso wie ihre westlichen Verbündeten Russland dafür verantwortlich.

Merkel sieht aber auch nach der Nervengiftattacke derzeit keinen Anlass, die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zu boykottieren. Beim EU-Gipfel in der kommenden Woche werde der Anschlag sicher Thema sein. "Es geht jetzt aber nicht um den Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft, sondern es geht jetzt erst einmal darum, dass Aufklärung geschieht", sagte sie auf einer Pressekonferenz. Sie könne nur hoffen, dass Russland sich daran beteilige.

höh/AFP



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