WM Botschaften gegen Rassismus

Rote Karte für Rassisten und Hooligans: Bei der WM werden die Mannschaftskapitäne Botschaften gegen Fremdenfeindlichkeit verlesen, hat Innenminister Schäuble angekündigt.


Berlin - Innenminister Schäuble bemühte sich, Bedenken zu zerstreuen. Man sei "auf einem wirklich guten Weg". Alle Regierungsgarantien seien eingelöst worden. Nach menschlichem Ermessen ist laut Schäuble alles getan worden, "was getan werden konnte". Hinsichtlich der Sicherheit beim Turnier könnten sich alle Gäste wohl und sicher fühlen, so der Innenminister. Deutschland werde als Gastgeber beweisen, dass es ein ausländerfreundliches Land sei.

In Absprache mit der Fifa werde es in den Stadien Aktionen gegen Rassismus geben. Bei den Viertelfinalspielen werden die Mannschaftskapitäne Erklärungen gegen Rassismus verlesen, sagte Schäuble bei der Vorstellung des sogenannten Fortschrittsberichts der Bundesregierung, dem am Vormittag das Bundeskabinett zugestimmt hatte.

Fremdenfeindliche Übergriffe, die in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt haben, werde die Bundesregierung nicht dulden. Zugleich kündigte Schäuble für das Turnier ein hartes Durchgreifen gegen Hooligans an. Die Sicherheitskräfte würden aggressives Verhalten "mit großer Entschiedenheit unterbinden".

Laut einer emnid-Umfrage von gestern sind 75 Prozent der Deutschen sicher, dass alles Menschenmögliche getan werde, um Ausschreitungen bei der WM zu verhindern. Dennoch fürchtet ein Drittel (31 Prozent) während der WM in etwaige Ausschreitungen hineinzugeraten. 84 Prozent der Befragten wünschen sich Einlasskontrollen bei öffentlichen Fußballübertragungen auf Großbildleinwänden.

abi/dpa/ddp/AP/AFP/sid



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