CSU-Politiker Letzter Postminister Wolfgang Bötsch ist tot

Er war der letzte deutsche Postminister, bereitete die Privatisierung der Behörde vor - und schaffte damit sein eigenes Amt ab. Nun ist Wolfgang Bötsch im Alter von 79 Jahren gestorben.

Wolfgang Bötsch (CSU), letzter Bundesminister für Post und Telekommunikation
DPA

Wolfgang Bötsch (CSU), letzter Bundesminister für Post und Telekommunikation


Der frühere Postminister Wolfgang Bötsch ist tot. Der CSU-Politiker starb am Samstag im Alter von 79 Jahren in Würzburg, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Partei am Sonntag erfuhr. Bötsch war von 1993 bis 1997 letzter Bundesminister für Post und Telekommunikation.

Er trieb die Umwandlung von Telekom, Postbank und Postdienst in Aktiengesellschaften voran und schaffte so sein eigenes Amt ab: Am 31. Dezember 1997 wurde das Postministerium aufgelöst, Bötsch schied aus der Bundesregierung aus.

Bötsch wurde in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) geboren und wuchs in Unterfranken auf. Seine Karriere als Politiker begann auf kommunaler Ebene in Würzburg, 1976 zog er in den Bundestag. Fast 30 Jahre war er dort Abgeordneter, er arbeitete unter anderem als parlamentarischer Geschäftsführer. 2005 kehrte der Jurist der Politik den Rücken und arbeitete in einer Anwaltskanzlei in Frankfurt.

mhe/dpa



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