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Koalitionspläne: Schäuble gegen Steuererleichterung bei Einbruchschutz

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Getty Images/ Photothek

Einbrecher: Immer mehr Fälle in Deutschland

Wolfgang Schäuble stoppt Politiker aus der Koalition: Der Bundesfinanzminister hält es nach Informationen des SPIEGEL nicht für notwendig, dass Bürger Schutz vor Einbrüchen von der Steuer absetzen können.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht keine Notwendigkeit dafür, dass Bürger bei der Absicherung gegen Wohnungseinbrüche mehr von der Steuer absetzen können. Anders als durch die derzeitige politische Diskussion suggeriert, handle es sich um ein "geringfügiges Problem, das kaum unterstützungswürdig" sei, heißt es nach Informationen des SPIEGEL in seiner Behörde. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.)

Schäuble stellt sich damit gegen entsprechende Forderungen insbesondere aus der Union. Bereits jetzt könnten Vermieter sowohl benötigte Materialien als auch Handwerksleistungen komplett steuerlich geltend machen, lautet die Begründung. Privatpersonen könnten Lohnkosten, etwa für den Einbau von Sicherheitsschlössern oder neuen Fenstern, absetzen. "Am Ende geht es nur um die bessere Absetzbarkeit der Materialkosten für Privathaushalte", so ein Vertrauter des Ministers. Allerdings rechnen die Beamten selbst bei einer großzügigeren Regelung nur mit geringen Steuerausfällen.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland im achten Jahr hintereinander und auf den höchsten Wert seit 16 Jahren gestiegen ist. Demnach wurden im vergangenen Jahr mehr als 152.000 Fälle erfasst. Im Vergleich zu 2013 entspricht das einem Anstieg von fast zwei Prozent.

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insgesamt 48 Beiträge
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1.
ignazwrobel2 17.04.2015
ist neben der Anzahl der Wohnungseinbrüche auch die Zuwanderung der angeblich dringend erforderlichen ausländischen Fachkräfte angestiegen.
2. .
karend 17.04.2015
Typisch, nur keine Steuererleichterungen für die Bürger - das Geld brauchen die Politiker schließlich. Der Staat sollte seinen Aufgaben nachkommen und für mehr Sicherheit sorgen. Wenn jedoch Polizisten fehlen, um Einbrüche aufzuklären und diese nur (für die Versicherungen) aufgenommen werden, ist Einbruch ein lohnendes Geschäft für die Täter.
3. Lauter Schwätzer in der Politik
wo_st 17.04.2015
Könnten die Politiker nicht mal so lang ruhig sein, bis ein Vorschlag wirklich gereift ist? So sind die Politiker langsam nur noch Dampfplauderer.
4. Subsidaritätsprinzip
uid03055 17.04.2015
Es gilt: Wer anschafft, der bezahlt. Wer unkontrolliert "Facharbeiter" importiert, der soll auch für die, vom Bürger nicht gewollten" Dienstleistungen bezahlen. Die Geschädigten sollten ihre Schäden der Bundesregierung in Rechnung stellen. Schließlich ist sie verantwortlich für die exorbitanten Steigerungsraten in der Kriminalstatistik.
5. War doch klar!
jewiberg 17.04.2015
Schäuble ist immer gegen Steuererleichterungen. Er braucht ja evtl. noch Milliarden für grichische Banken.
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