Zeichen türkischer Nationalisten Deutsche Politiker fordern Verbot des "Wolfsgrußes"

"Jede Form des Faschismus ist menschenverachtend": CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries will Symbole und Gesten türkischer Nationalisten in Deutschland unterbinden. Unterstützung erhält er von den Linken.

Erdogan-Anhänger mit Fahne der Grauen Wölfe
DPA

Erdogan-Anhänger mit Fahne der Grauen Wölfe


Die österreichische Regierung arbeitet derzeit an Plänen, Symbole wie den "Wolfsgruß" türkischer Ultranationalisten künftig zu verbieten. Nun fordern auch in Deutschland einige Politiker ein entsprechendes Verbot.

"Jede Form des Faschismus ist menschenverachtend und eine Bedrohung für unsere freiheitliche Gesellschaft", sagte CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries der "Bild"-Zeitung. Aus seiner Sicht müssen die Symbole und Gesten der Grauen Wölfe verboten werden.

Bei den Grauen Wölfen handelt es sich um Anhänger der rechtsextremen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP). Beim Wolfsgruß werden zwei Finger einer Hand als Ohren abgespreizt und die anderen drei zur Schnauze geformt.

Ähnlich äußerte sich die Vizefraktionschefin der Linken im Bundestag, Sevim Dagdelen. "Der Gruß der Grauen Wölfe, einer der größten rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Organisationen in Deutschland, ist mit dem Hitler-Gruß durchaus vergleichbar und sollte daher verboten werden", sagte sie der "Bild"-Zeitung.

Bereits im vergangenen Jahr sorgte der Wolfsgruß in Deutschland für Aufregung, als der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu ihn bei seinem Auftritt in der Residenz des türkischen Konsuls in Hamburg zeigte.



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mho/AFP



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