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18. Februar 2013, 18:21 Uhr

Flüchtlinge

Zahl der Asylbewerber steigt

Erneut steigt die Zahl der Asylsuchenden: Im Januar stellten mehr als 7000 Flüchtlinge einen Antrag - ein Zuwachs von 60 Prozent im Vergleich zum Januar 2012. Die meisten Antragsteller kamen aus Syrien, Russland und Afghanistan.

Berlin - Im Januar stellten mehr als 7000 Menschen einen Asylantrag in Deutschland. Das teilte das Bundesinnenministerium am Montag mit. Es waren rund 50 Prozent mehr Anträge als im Vormonat und etwa 60 Prozent mehr als im Januar 2012. Die meisten Asylsuchenden kamen aus Syrien, Russland und Afghanistan. Abgelehnt wurden die Anträge von rund 1800 Menschen.

Bereits zuvor war die Zahl der Asylbewerber kräftig nach oben gegangen: Im vergangenen Jahr hatten rund 65.000 Menschen in Deutschland um Asyl gebeten - 41 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Einen besonderen Zulauf hatten die Behörden aus den Balkan-Staaten Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina registriert. Im Januar gab es jedoch keine größere Zahl an Anträgen aus diesen Ländern.

Trotz des Anstiegs sind die aktuellen Zahlen weit entfernt von den Dimensionen der neunziger Jahre, als regelmäßig mehr als 100.000 Asylbewerber nach Deutschland kamen. 1992 hatten die Behörden das bisherige Allzeithoch verbucht - mit mehr als 400.000 Erst- und Folgeanträgen von Asylsuchenden.

fab/dpa

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