Ermittlungen: Drohvideo gegen deutschen Salafisten

Ein Internet-Video ruft offenbar zur Lynchjustiz an einem deutschen Salafisten auf. Einem "FAZ-"Bericht zufolge sind die Ermittlungsbehörden alarmiert. Die Urheber des Films stammen womöglich aus der rechtsradikalen Szene.

Koranverteilung in Berlin: umstrittene Aktion der Salafisten Zur Großansicht
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Koranverteilung in Berlin: umstrittene Aktion der Salafisten

Franfurt/Main - Deutsche Sicherheitsbehörden fürchten offenbar eine Eskalation in der Auseinandersetzung zwischen Salafisten in der Bundesrepublik und ihren Kritikern. Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge ist ein Drohvideo gegen einen in Hessen lebenden Salafisten aufgetaucht. Möglicherweise sei es von Rechtsextremen produziert worden, heißt es in dem Artikel. Das Video wendet sich laut "FAZ" gegen einen der prominentesten Akteure der salafistischen Szene, Mohamed Mahmoud, der vor wenigen Wochen seinen Wohnsitz von Solingen nach Erbach im Odenwald verlegt hat.

Indirekt werde darin zur Lynchjustiz aufgerufen - als Strafe dafür, dass sich der Mann vehement weigere, sich zu integrieren und dass er Journalisten und Ungläubige bedrohe, zitiert der Bericht aus dem Video. So etwas könne im "deutschsprachigen Gebiet nicht geduldet werden", heißt es laut "FAZ" weiter. Gezeigt würden ein mit Blut beschmutztes Messer und der Wohnort des Islamisten - verbunden mit dem Hinweis, ihn "dort zu besuchen".

Das hessische Landeskriminalamt bestätigte der "FAZ", dass es Ermittlungen gebe. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Urheber des Videos aus rechtsradikalen Kreisen stammten. Geprüft wird dem Zeitungsbericht zufolge aber offenbar auch, ob das Video von Islamisten selbst zu Propagandazwecken gedreht worden sein könnte.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südhessen in Darmstadt bestätigte am Freitagabend den Eingang eines Videos. Es müsse aber noch genau untersucht werden.

In vielen deutschen Städten, vor allem in Niedersachsen und Hessen, hatten Salafisten in den vergangenen Monaten schätzungsweise 300.000 Koran-Ausgaben kostenlos unters Volk gebracht. Die Gratis-Koran-Aktion sorgte tagelang für Schlagzeilen. Der öffentliche Druck wurde so groß, dass die Ulmer Druckerei am Montag den Koran-Auftrag zurückgab.Im Zusammenhang mit der Koran-Aktion hatte es ein Drohvideo gegen Journalisten gegeben, die kritisch über die radikalislamischen Salafisten berichtet hatten.

Salafisten sind Anhänger einer fundamentalistischen Strömung des Islam. Sie streben nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden einen islamischen Gottesstaat an, der mit der westlichen Demokratie unvereinbar ist. Der Verfassungsschutz beobachtet deswegen die Salafisten. Die Behörden gehen derzeit von rund 4000 Menschen im salafistischen Umfeld in Deutschland aus.

ler/dpa

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insgesamt 36 Beiträge
chua 20.04.2012
Was kann man mit einem geschenkten Koran machen?
Was kann man mit einem geschenkten Koran machen?
Tja, den Salafisten fehlt noch ein Märtyrer. Wiewohl, die Person wird sicher gut überwacht - oder nicht !?
Zitat von sysopEin Internet-Video ruft offenbar zur Lynchjustiz an einem deutschen Salafisten auf.
Tja, den Salafisten fehlt noch ein Märtyrer. Wiewohl, die Person wird sicher gut überwacht - oder nicht !?
Stelzi 20.04.2012
Wegschmeissen, wie jede andere unerwünschte Werbung. Ist für diese Pappnasen ohnehin nichts Wert falls er ins (ungläubige) Deutsch übersetzt wurde...
Zitat von chuaWas kann man mit einem geschenkten Koran machen?
Wegschmeissen, wie jede andere unerwünschte Werbung. Ist für diese Pappnasen ohnehin nichts Wert falls er ins (ungläubige) Deutsch übersetzt wurde...
review 20.04.2012
Weiter verschenken, ins Bücherregal stellen oder wegwerfen. Bloß warum haben Sie sich einen schenken lassen, wenn Sie ihn nicht haben wollten?
Zitat von chuaWas kann man mit einem geschenkten Koran machen?
Weiter verschenken, ins Bücherregal stellen oder wegwerfen. Bloß warum haben Sie sich einen schenken lassen, wenn Sie ihn nicht haben wollten?
kaninchenfurz 20.04.2012
... in den Papiercontainer...
... in den Papiercontainer...
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  • Freitag, 20.04.2012 – 20:51 Uhr
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