Zeitzeugen des Mauerbaus: Beton der Leben zerstört

Die eine Seite pries die Mauer als "antifaschistischen Schutzwall", die andere verachtete sie als unmenschliches Bauwerk. Hier sind die Geschichten von Menschen, die den Bau vor 50 Jahren miterlebt haben - und der wenigen Glücklichen, die es schafften, sie zu überwinden.

In der Nacht des 13. August 1961 stand Karl Burkhof auf einem Bürgersteig im Berliner Bezirk Tiergarten und war empört. SED-Betriebskampfgruppen mauerten unter dem Schutz der DDR-Volkspolizei seine Stadt ein - und West-Berlin half ihnen auch noch dabei. Der Senat ließ die Bogenlampen am Brandenburger Tor einschalten. Das Mauern konnte weitergehen.

Wie Burkhof standen viele West-Berliner sprachlos da und schüttelten die Köpfe ob des epochalen Ereignisses, das die Welt schockierte. Und auch auf der Ostseite sollte nach diesem Sommertag vor 50 Jahren nichts mehr so sein wie früher. Familien wurden für immer getrennt und das Bauwerk, das die SED-Propaganda zum "antifaschistischen Schutzwall" verklärte, wurde für Millionen DDR-Bürger zum Gefängnis.

Der Tag im August veränderte auch die Welt der Politik. Der US-Diplomat William Smyser kleidete das, was in Berlin passiert, in dramatische Worte: "Die Hoffnung stirbt hier", sagte Smyser. Im einestages-Interview erinnerte er sich auch an eine Aussage des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy. Eine Mauer sei besser als Krieg mit den Sowjets, habe "JFK" gesagt.

Beton der Leben zerstört

28 Jahre stand die Mauer und damit viel kürzer, als es von der DDR-Staatsspitze erhofft und geplant worden war. Doch sie stand lange genug, um das Leben von Millionen Menschen zu prägen - oder zu zerstören. Wie das von Kurt Lichtenstein, dem ersten offiziellen Mauertoten. Oder das von Chris Gueffroy, dem letzten, der an dem unmenschlichen Bauwerk starb.

Lesen Sie bei einestages die Geschichten der Menschen, die den Bau der Mauer hautnah erlebten und mit ihr leben mussten - und der wenigen, die es schafften, sie zu überwinden: Klicken Sie auf das Foto oben!

goe

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Deutschland
RSS
alles zum Thema Mauerbau
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback


Vorher-Nachher-Fotos