Zentralrat der Juden Braunes Gedankengut wieder salonfähig

Die Vorgänge im sächsischen Landtag haben beim Zentralrat der Juden in Deutschland Empörung ausgelöst. Für die Entgleisungen der NPD-Abgeordneten gebe es keine Entschuldigung.


Dresden - Für die NPD-Äußerungen gebe es "weder eine Rechtfertigung noch eine Entschuldigung", teilte der Zentralrat der Juden in Deutschland mit. Die Bombenangriffe auf Dresden mit dem Holocaust in Beziehung zu setzen, sei "eine perfide Relativierung auf Kosten sämtlicher Opfer".

Dieser Eklat ist eine weitere Provokation an die Adresse der etablierten Parteien und aller Demokraten - über Sachsen hinaus", hieß es weiter. Antisemitisches und fremdenfeindliches Gedankengut sei "längst wieder salonfähig geworden" und habe durch den Einzug Rechtsextremer in die Landtage von Sachsen und Brandenburg "traurige Bestätigung gefunden".



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