Zentralrat der Juden "Spät, aber nicht zu spät"


Der Rauswurf von CDU-Parlamentarier Martin Hohmann aus Partei und Fraktion ist nach Ansicht von Paul Spiegel "spät, aber nicht zu spät". "Die antisemitischen Äußerungen Hohmanns haben Partei und Fraktion der CDU um ihrer eigenen Glaubwürdigkeit willen keine andere Konsequenz gelassen", sagte der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Spiegel hatte frühzeitig den Ausschluss des Abgeordneten aus der CDU gefordert. Jetzt sei allerdings "kein Grund zur Freude oder zur Häme, dazu ist das, was geschehen ist, zu ernst", betonte der Zentralratspräsident. Es sei noch abzuwarten, ob die CDU-Parlamentarier den Vorstellungen ihrer Führung folgten. Er rechne jedoch fest damit, "denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fraktionsführung sonst einen solchen Antrag gestellt hätte".



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.