Zuversicht bei Rüttgers "Ich kann selbst Auto fahren und Brötchen holen"

Der Abschied von der Macht falle ihm nicht schwer, behauptet CDU-Politiker Jürgen Rüttgers. Der scheidende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen gibt sich zuversichtlich, auch ohne politische Macht zufrieden zu sein.

Jürgen Rüttgers: "Ämter sind nur auf Zeit"
dpa

Jürgen Rüttgers: "Ämter sind nur auf Zeit"


München - Hannelore Kraft (SPD) will sich am Mittwoch zur neuen Regierungschefin in Nordrhein-Westfalen wählen lassen. Ihr Vorgänger Jürgen Rüttgers gibt sich optimistisch, dass er in seinem künftigen Leben auch ohne politischen Macht gut zurechtkommen wird. "Ich kann selbst Auto fahren, ich kann Brötchen holen, mit dem Zug fahren, telefonieren", sagte der CDU-Politiker der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung. Er werde seiner Frau schon nicht auf die Nerven gehen. "Die Legende, dass Politiker sich nicht mehr im wahren Leben zurechtfinden würden, gilt bei mir jedenfalls nicht."

Rüttgers will künftig einfacher Landtagsabgeordneter sein. Darüber hinaus hat er nach eigenen Angaben bislang keine politischen Zukunftspläne. "Ich weiß es noch nicht. Ich habe mir nur vorgenommen, es in aller Ruhe zu entscheiden und mich mit der Frage zu beschäftigen, was ich eigentlich tun will."

Auf den Verlust seines Amtes nach dem CDU-Debakel bei der NRW-Wahl im Frühjahr blickt Rüttgers nach eigener Darstellung gelassen zurück. "Ich muss nicht hadern. Das ist in der Politik so. Ämter sind nur auf Zeit." Aber: "Da gibt es Leute, die einen plötzlich nicht mehr kennen. Die konnten früher nicht nah genug an einem dran sein, und jetzt sagen sie einem nicht einmal mehr die Tageszeit, wie es im Volksmund so schön heißt."

als/AFP



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
Schnurz321 13.07.2010
1. Wozu dann Dienstwagen+Fahrer?
---Zitat--- Ich kann selbst Auto fahren ---Zitatende--- Achja? (http://www.sueddeutsche.de/politik/politik-kompakt-zusammenfassung-neu-beschluss-im-plenum-bundestag-einstimmig-gegen-gaza-blockad-1.968805)
sic tacuisses 13.07.2010
2. Tja, Herr Rüttgers,
Zitat von sysopDer Abschied von der Macht falle ihm nicht schwer, behauptet CDU-Politiker Jürgen Rüttgers. Der scheidende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen gibt sich zuversichtlich, auch ohne politische Macht zufrieden zu sein. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,706244,00.html
das mit den Leuten, die einen dann plötzlich nicht mehr kennen und nicht einmal mehr die Tageszeit bieten, hat Gründe: Auf dem Weg nach oben, auf einer langen Treppe, begegnet man einer Menge Leute. Immer aber sollte man sich vor Augen halten, dass man alle diese Leute auf dem Weg nach unten wiedertrifft. Gelle, Herr Ex-Ministerpräsident...........
lsg0y 13.07.2010
3. Selbstfahrer
Dann fahren Sie selbst Herr Rüttgers und belasten Sie nicht weiter den Steuerzahler...
AKeller, 13.07.2010
4. Lach!
Wie selbstänig Herr Rüttgers ist haben wir in seiner Propaganda-Doku im ZDF gesehen. Absolut nicht überlebensfähig. Frau Rüttgers ist auch der Knaller... Bei Kerner auf SAT1, vor der NRW-Wahl... Preischeck bei Familie Rüttgers... Kerner hält Frau Rüttgers die Werbung eines Supermarktes hin und fragt: "Lesen Sie die auch? Kennen Sie die Sonderangebote und kaufen Sie diese auch?"... Antwort Frau Rüttgers: "Neee, alsoooo, die Broschüren, ne, die sind mir zu unübersichtlich". Jaaaaaa, ist klar!
nettozahler 13.07.2010
5. Rüttgers kann selbst Brötchen holen
Er begreift es immer noch nicht. Die NRW-Wahl hat Rüttgers ganz allein verloren. Mit jedem anderen Kandidaten wäre das nicht passiert. Allein die Dämlichkeiten "Kinder statt Inder", die Rumänenbeschimpfung, die Selbsternennungen zum Arbeiterführer und zum Rau-Adoptivsohn zeigen doch, welch kleinen Geistes der Mann ist, der es fertig gebracht hat die früher treueste Wählergruppe der CDU, den normalerweise sehr wahlaktiven Mittelstand, so anzukotzen, dass er am Wahltag einfach zu Hause geblieben ist. Die haben nicht etwa eine andere Partei gewählt sondern Rüttgers das höchste denkbare Mass an Verachtung entgegengebracht, indem sie einfach keinen Finger für den Kerl gerührt haben obwohl der mit der Ypsilanti-Keule noch rote Socken Panik erzeugen wollte und damit der Linken in den Landtag geholfen hat. Und wie recht sie hatten hat er dann gezeigt als er sich am Wahlabend an den Kameras vorbei feige in die Büsche geschlagen, sich bis zum Schluss, wie Erich im Zentralkomitee an das Amt geklammert und dann noch dreist versucht hat sich ihm nicht zustehende Privilegien weitere 5 Jahre zu sichern. Es ist kein gutes Zeichen für die CDU, wenn ihre innerparteilichen Mechanismen nicht in der Lage sind, derartig kleinkariert gestrickte Typen frühzeitig zu durchschauen und auf die Plätze zu verweisen.Sie wird nun im 5 Parteien System auf Dauer in der Bedeutungslosigkeit verschwinden und kann sich dafür bei sich selbst und bei Rüttgers bedanken. Ihre frühere Mittelschichtklientel, die in Berlin in der Praxis sieht, was sie von der FDP zu halten hat, wird sich nun, wenn sich die Grünen nicht zu sehr mit der Linken einlassen, in Zukunft zu großen Teilen grün wählen.
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