Zwangsarbeiter- Fonds Diese Firmen haben profitiert, wollen bislang aber nicht zahlen


Der ehemalige Vorsitzende der SPD, Hans-Jochen Vogel, ist Vorsitzender des Bonner Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie". Der Verein hat eine Liste von 29 Firmen zusammengetragen, die unter der Nazi-Diktatur Zwangsarbeiter beschäftigt haben. Die Angaben beruhen nach Auskunft des Vereins auf eigenen Recherchen und auf Informationen des vom Internationalen Suchdienst erstellten "Catalogue of Camps and Prisons". Die Liste ist ein Auszug aus einer Dokumentation des Vereins mit rund 1900 Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt hatten. Nach Angaben des Vereins sind die in dem Auszug dokumentierten Firmen alle noch nicht Mitglieder im Entschädigungsfonds. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Liste mit freundlicher Genehmigung des Vereins. Die Zahl der beschäftigten Zwangsarbeiter steht in Klammern.

  • Agfa-Gevaert, Leverkusen (500 Frauen)
  • Deutsche Babcock AG, Oberhausen (920)
  • Benteler AG, Paderborn (430)
  • Blohm + Voss GmbH, Hamburg (unbek. (mind. 670))
  • Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG, Helmstedt (2000)
  • Continental AG, Hannover (4560)
  • Deutsche Bahn AG, Frankfurt am Main (bspw. in 20 exempl. Lagern 8310)
  • Deutsche Shell AG, Hamburg (2000)
  • Dyckerhoff & Widmann AG, München (mind. 275)
  • Dynamit Nobel AG, Troisdorf (mind. 11.825)
  • Ford Werke AG , Köln (1.350)
  • Heraeus Holding GmbH, Hanau (1500)
  • Hochtief AG, Essen (10.735)
  • Hoesch AG, Dortmund (8545)
  • Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel (mind. 1100)
  • Joh. Vaillant GmbH & Co, Remscheid (800)
  • Klöckner-Werke AG, Duisburg (12.200)
  • MAN AG, München (2.000)
  • Philipp Holzmann AG, Frankfurt (20.800)
  • Preussag AG, Hannover (1530)
  • Rheinmetall AG, Düsseldorf (8970)
  • RWE AG, Essen (445)
  • Solvay Deutschland GmbH, Hannover (12.800)
  • Wintershall AG, Kassel (1360)



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