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Moschee durchsucht: Festnahmen bei Anti-Terror-Razzia in Berlin

Zwei Männer aus der Islamistenszene sind in Berlin festgenommen worden. Sie sollen einen Anschlag für den "Islamischen Staat" in Dortmund geplant haben. Das Fahrzeug der Verdächtigen wurde durchsucht.

Die Berliner Polizei hat zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen und eine Moschee durchsucht. Gegen die Männer wird wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Straftat ermittelt. Hintergrund der zwei Aktionen in unterschiedlichen Stadtteilen war die Prüfung eines "Gefährdungssachverhalts", wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Männer im Alter von 28 und 46 Jahren wurden laut Polizei im Stadtteil Britz im Bezirk Neukölln festgenommen. Laut "Tagesspiegel" handelt es sich um einen Syrer und einen Tunesier, die einen Anschlag der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Dortmund geplant haben sollen. Eine Bestätigung dafür gab es von offizieller Seite zunächst nicht. Ermittler hatten auch den Transporter untersucht, der den beiden Männern gehören soll. Spezialisten öffneten das Fahrzeug, fanden aber keinen Sprengstoff darin. Die Polizei suchte in dem Wagen aber noch nach Beweismitteln.

"Rein vorsorglich" waren mehrere umliegende Wohnhäuser im Umkreis von rund 300 Metern evakuiert worden, die rund 120 Menschen wurden in eine naheliegende Turnhalle gebracht. Unter anderem der MDR hatte zuvor über den Fund von Sprengstoff spekuliert - Spürhunde und Sprengstoffexperten der Polizei rückten an. Hunderte Beamte waren im Einsatz. Nach den Terroranschlägen von Paris mit 130 Toten sind auch die deutschen Sicherheitsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Sperrung sollte noch am Abend wieder aufgehoben werden.

In der Moschee in Berlin-Charlottenburg waren zunächst keine gefährlichen Gegenstände gefunden worden. In den Räumen seien noch Suchhunde unterwegs. Die "Bild"-Zeitung berichtete, Ermittler hätten Hinweise bekommen, dass aus dem Gebetshaus in der Sophie-Charlotten-Straße heraus ein Anschlag geplant werden sollte.

apr/dpa/AFP

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