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24.05.2002
 

Reise-Impfungen

Schutz vor gefährlichen Mitbringseln

Malaria und Hepatitis A gehören zu den Urlaubsmitbringseln, auf die jeder gerne verzichten würde. Um Ansteckungen zu vermeiden, sollten sich Urlauber rechtzeitig informieren.

Malaria-Mücke Anopheles: Engmaschige Moskito-Netze schützen vor den gefährlichen Blutsaugern
DPA

Malaria-Mücke Anopheles: Engmaschige Moskito-Netze schützen vor den gefährlichen Blutsaugern

Schon einige Wochen vor der Abreise ist der Weg zum Arzt oder zum Tropeninstitut anzuraten, denn nur dann ist eine individuelle Abstimmung von Reiseapotheke und Impfungen möglich. Impfungen gegen Hepatitis A und Gelbfieber wirken zum Beispiel frühestens nach zehn Tagen.

Reisende sollten auf jeden Fall überprüfen, ob ihr Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung noch anhält und ihn gegebenenfalls auffrischen. Ein zusätzlicher Hepatitis-A-Schutz ist besonders für Rucksacktouristen wichtig, da die Wahrscheinlichkeit für sie größer ist, mit Keimen in Berührung zu kommen. Alle vorgenommenen Impfungen sollten auf jeden Fall in einem Internationalen Impfbuch vermerkt werden, das in einigen Ländern Voraussetzung für eine Einreise ist. Einen hundertprozentigen Schutz gegen Erkrankungen im Urlaubsland kann dennoch keine Impfung bieten. Darauf weisen die Reisemedizinischen Institute hin.

Vorsicht ist auf jeden Fall in Regionen angesagt, in denen die Malariamücke lebt: Rund 1000 Malariafälle gibt es jährlich in Deutschland, ein bis zwei Prozent der Erkrankungen verlaufen tödlich. Wichtig aber hier: Je nach Land und Jahreszeit kann eine unterschiedliche Prophylaxe nötig sein. Die Malaria-Prophylaxe wird in Form von Tabletten vorgenommen.

Guten Schutz vor Malaria übertragenden Insekten bietet auch ein engmaschiges Moskitonetz, das bei Reisen in die Heimat der Anopheles neben Mückenspray mit den Wirkstoffen DEET oder Bayrepel unbedingt ins Reisegepäck gehört. Hilfreich für jede Reise sind auch ein Fieberthermometer, Sonnenschutzmittel, Mullbinden sowie Pflaster. Thrombosestrümpfe können bei längeren Flügen das Risiko einer Thrombose senken. Etwas Platz in der Reisetasche sollte auch noch für Kondome, Augen- und Nasentropfen sowie Schmerzmittel sein. Viele Medikamente können die Urlauber aber auch vor Ort, zum Teil sogar deutlich preiswerter als in Deutschland kaufen.

Impfbuch: Ein ausreichender Impfschutz ist wichtig bei Reisen in die Tropen
DPA

Impfbuch: Ein ausreichender Impfschutz ist wichtig bei Reisen in die Tropen

Wer in die Tropen reist, sollte unbedingt Medikamente gegen Durchfall in seine Reiseapotheke aufnehmen: Kohletabletten oder Loperamide (Immodium) helfen bei übereifriger Darmtätigkeit. Allerdings sollten diese darmberuhigenden Mittel nicht über längere Zeit angewendet werden, weil sonst die Erreger nicht ausgespült werden können. Bakterienhemmend wirkt auch Eichenrindeextrakt, der in Apotheken erhältlich ist. Bananen helfen gegen Kaliummangel, gezuckerter Tee mit etwas Salz, abgefüllte Fruchtsäfte oder Cola füllen den angegriffenen Zucker- und Salzspeicher des Körpers wieder auf.

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