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13.08.2002
 

Einreise in USA

Ashcroft will Fingerabdrücke von Verdächtigen

Pünktlich zum 11. September, dem Jahrestag der Terroranschläge, verschärfen die Amerikaner ihre Einreisebestimmungen. Menschen mit Staatsangehörigkeiten aus bestimmten muslimischen Staaten oder verdächtigem Äußeren werden künftig nur ins Land gelassen, nachdem ihre Identität ausführlich dokumentiert wurde.

An US-Flughäfen: Bei Verdacht Einreise nur mit Fingerabdruck
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DDP

An US-Flughäfen: Bei Verdacht Einreise nur mit Fingerabdruck

Für Zehnatusende Besucher der USA wird die Einreise in Zukunft zum Spießrutenlauf. Einer kompletten Musterung werden künftig pauschal alle Passagiere unterzogen, die aus dem Iran, Irak Libyen, Sudan, Syrien oder anderen Ländern stammen, bei denen die Regierung von einer Bedrohung der nationalen Sicherheit ausgeht. Darüber hinaus kann es prinzipiell jeden treffen, sobald er bestimmten Kriterien entspricht. Gemustert werden die Passagiere dazu am Eingang zum Flughafen von Mitarbeitern der US-Einwanderungsbehörde. Einreisen darf dann nur derjenige, der mit Fingerabdrücken und Porträtfoto dokumentiert wurde.

Die Daten der Gäste werden mit denen von gesuchten Schwerverbrechern und bekannten Terroristen verglichen. Das Projekt wird am 11. September zunächst für eine 20-tägige Testphase an bisher nicht genannten Flughäfen starten. Am 1. Oktober sollen sämtliche Flughäfen Amerikas folgen. Ein Pilot-Projekt mit ähnlichem System hatte zwischen Januar und Juli Erfolge gezeigt: 2000 Gesuchte konnten an Hand ihrer Fingerandrücke festgenommen werden.

US-Justizminister John Ashcroft hofft, mit diesem Programm die Sicherheitslücken zu beheben, die die Terrorangriffe vom 11. September 2001 ermöglichten. Die Verletzbarkeit des Einwanderungsprozederes sei damals schlagartig deutlich geworden. Man wolle mit diesem System prüfen, wer ins Land komme und was er hier wolle, erklärt Bill Strassberger, Sprecher der Einwanderungsbehörde. "Die Terroristen waren in der Lage, auszunutzen, was sie als Schwächen wahrnahmen. Nun können wir sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert."

Kritiker bemängeln indes, dass mit diesem System ein rassistisches Profil erstellt werde. Der texanische Rechtswissenschaftler Carl Baron befürchtet, dass künftig weitaus weniger Menschen aus dem Nahen Osten in die USA reisen werden.

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