Düsseldorf - Mehrere deutsche Umweltverbände verurteilten am Donnerstag in Düsseldorf die Billigflieger als "Klimakiller" und verlangten politische Maßnahmen gegen die Expansion des Flugverkehrs. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz, Robin Wood, die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, Germanwatch und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) forderten, Subventionen sollten abgebaut und Verbraucher vor Lockangeboten geschützt werden.
Die Umweltverbände verlangten die europaweite Einführung einer Steuer auf Flugbenzin, eine Abgabe, die an Schadstoff- und Lärmausstoß der Jets gekoppelt wäre, sowie das Ende der Umsatzsteuer-Befreiung im grenzüberschreitenden Flugverkehr. Die Bevölkerung müsse zudem wirksamer gegen den zunehmenden Fluglärm geschützt werden. Städte sollten das "ökonomisch unsinnige" Buhlen um die Billigflug-Airlines durch "Subventionierung von Provinzflughäfen" einstellen. So konkurrierten inzwischen allein im Rheinland vier Airports um die Billigfluglinien.
Die Kunden würden erst durch fragwürdige Angebote, die die erheblichen Zusatzkosten verschweigen, zum klimaschädlichen Fliegen verleitet, sagte Monika Ganseforth vom VCD. Reservierungszuschläge, An- und Abfahrtskosten, Sicherheits- und Stornogebühren tauchten dabei nicht auf.
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