Seit fünf Tagen sitzt das Team der israelisch-palästinensischen Friedensexpedition in einer Bucht fest. Das Wetter ist zu stürmisch zum Segeln. Die Überquerung der Drakestraße steht kurz bevor, da die "Pelagic Australis" schon am oberen Ende der Gerlache Straits liegt. Doch auch heute Mittag ist noch unklar, ob die Expedition morgen in See stechen kann.
Morgen, am Samstag, müssten die Segelboote spätestens aufbrechen, damit sie pünktlich wie geplant am 28. Januar in Puerto Williams eintreffen.
Dienstag, 27. Januar 2004
Die "Pelagic Australis" hat die antarktische Halbinsel bei stürmischen Wetter verlassen und ist sicher durch die Eisberge gesegelt. Am Montagabend überquerte sie den 60. Grad südlicher Breite und verließ damit offiziell die Antarktis. In einem Telefongespräch berichtete Heskel Nataniel, wie es den Teammitgliedern geht, wie müde und erschöpft sie alle wären.
Das Team beginnt gerade erst die Dynamik zu begreifen, die sich in den letzten Tagen entwickelt hat: Mit der Hilfe von Len und Libby Traubmann, Koordinatoren der Jewish-Palestinian Living Room Dialogue Group in Kalifornien, fangen die jüdischen und palästinensischen Gemeinden in Santiago an, miteinander zu kommunizieren. Sie planen, die acht Israelis und Palästinensern in Santiago willkommen zu heißen und ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre erstaunliche Geschichte an einem öffentlichen Ort in Chile zu erzählen.
Die Expedition wird am Dienstagabend in Puerto Williams erwartet.
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