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10.05.2005
 

Andernach

45-Meter-Geysir darf Touristenattraktion werden

1957 wurde der größte Kaltwasser-Geysir der Welt bei Bauarbeiten zugeschüttet, später wieder freigelegt und dann doch vorerst verschlossen - weil Naturschützer einen Ausverkauf der Landschaft befürchteten. Nun gibt es ein Konzept, das den Andernacher Geysir zur Touristenattraktion machen soll.

Kaltwasser-Geysir in Andernach: 45 Meter hohe Fontäne
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DPA

Kaltwasser-Geysir in Andernach: 45 Meter hohe Fontäne

Andernach - Nach jahrelangem Streit hat sich die Stadt mit Naturschützern auf ein Konzept zur touristischen Nutzung des Geysirs geeinigt, sagte ein Sprecher der Stadt heute. Auf Antrag von Naturschützern hatte das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz die Erschließung im November 2003 gestoppt. Die Naturschützer hatten Eingriffe in das Naturschutzgebiet Namedyer Werth befürchtet, wenn der Geysir touristisch erschlossen wird.

Die Einigung sieht vor, dass die pro Jahr erwarteten rund 100.000 Besucher für den Naturschutz sensibilisiert werden sollen. Ein Teil des Namedyer Werths soll weiter streng geschützt bleiben. Die Stadt erhofft sich von der Touristenattraktion Impulse für die Wirtschaft. Im Herbst sollen die Bauarbeiten zur Erschließung beginnen. In einem Jahr werden die ersten Gäste den Geysir besuchen können. Bei dem Naturschauspiel schießt die Wasserfontäne in regelmäßigen Abständen 45 Meter in die Höhe.

Der Geysir war 1957 beim Bau einer nahen Straße verschüttet worden. 2001 wurde er mit einer Bohrung in 350 Meter Tiefe zwar wieder belebt, aber mit einem Schieber zunächst verschlossen. Die Stadt Andernach und der Kreis Mayen-Koblenz hatten bis zu diesem Zeitpunkt rund 250.000 Euro in das Projekt investiert. Wasser und Kohlensäure kommen in der Tiefe des Namedyer Werths in genau dem passenden Mischungsverhältnis vor, das einen solchen Kaltwasser-Geysir entstehen lässt. Die Mischung kommt wiederum durch den noch immer aktiven Eifel-Vulkanismus zustande.

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