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31.05.2005
 

Irrwege

Intercity fuhr in die falsche Richtung

Züge können sich nicht verfahren, sollte man meinen. Die Passagiere eines Intercitys von Köln nach Hamburg wurden eines Besseren belehrt: Die Bahn fuhr aus Versehen in die entgegengesetzte Richtung.

Frankfurt - Ursache für die Irrfahrt war nach Angaben eines Bahnsprechers eine falsch gestellte Weiche. In einer Leitstelle sei eine Nummer falsch eingegeben worden, die auch für die Weichenstellung genutzt wird.

Der Fehler sei am Sonntagabend bereits nach drei Minuten entdeckt worden, sagte der Bahn-Sprecher und widersprach damit einem Bericht der "Bild"-Zeitung. Es gebe mehrere Systeme, um einen solchen Fehler zu entdecken. Für die Passagiere habe keine Gefahr bestanden. Die "Bild" hatte geschrieben, der Lokführer habe den Fehler erst nach 18 Minuten bemerkt.

Der Zug hatte den Kölner Hauptbahnhof um 18.04 Uhr verlassen. Drei Minuten später bei der Abfahrt am Bahnhof Köln-Deutz sei der Fehler in der zuständigen Leitstelle entdeckt worden, hieß es bei der Bahn. Der Zug sei dann noch absichtlich bis nach Köln-Kalk weitergefahren, wo die Lokomotive ans andere Ende des Zuges gesetzt wurde. Danach sei der Intercity wie geplant in Richtung Hamburg gefahren. Dort kam er dann mit 44 Minuten Verspätung an.

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