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15.05.2006
 

Deutsche Bahn

Bei Verspätungen soll es mehr Geld zurück geben

Verspätungen im Bahnverkehr sind ärgerlich und können hohe Kosten verursachen - nicht nur bei der Bahn, sondern auch bei den Fahrgästen. Die Bundesregierung will deshalb laut einem Zeitungsbericht höhere Entschädigungszahlungen für die Kunden einführen.

Berlin - Die Bundesregierung will die Deutsche Bahn zu mehr Verbraucherschutz bewegen und strebt höhere Entschädigungen bei Verspätungen an. Die Fahrgastrechte sollten deutlich verbessert werde, sagte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee der Zeitung "Bild am Sonntag" ("BamS"). Demzufolge bereitet die große Koalition ein Gesetz vor, das Entschädigungen bei Unpünktlichkeit im Fern- und Nahverkehr vorsieht. Das Staatsunternehmen soll verpflichtet werden, bei 30 Minuten Verspätung 30 Prozent des Fahrpreises zurückzuerstatten. Bei einer Stunde sollten 60 Prozent, bei 90 Minuten 90 Prozent zurückgezahlt werden. Wenn ein Kunde eine Reise wegen einer zu erwartenden Verspätung von einer Stunde gar nicht erst antrete, solle er den vollen Fahrpreis erstattet bekommen.

Vertreter von Bund und Ländern erörterten derzeit die Haftung für Ausfall- und Verspätungsschäden von Bahn-Reisenden, sagte Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) der Zeitung. Sie sei zuversichtlich, dass die Arbeitsgruppe in Kürze Vorschläge präsentieren werde. Tiefensee berichtete, er habe über das Thema bereits mit Bahnchef Hartmut Mehdorn gesprochen, nannte jedoch keine Details.

Grundlage für das Gesetz soll laut "BamS" ein bislang unter Verschluss gehaltenes wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Verkehrsministeriums sein. Die Bahn lehnt eine Ausweitung der Verbraucherrechte ab. Den Kunden seien bereits angemessene Rechte eingeräumt worden, zitierte die Zeitung einen Unternehmenssprecher.

har/rtr/afp

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Die neuesten Beiträge:
01.06.2007 von professorfutura:

Wenn Ihre Ideen so existenzgefährdend für die Bahn sind, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dort niemand etwas unternimmt, um dieser Gefahr zu begegnen. So blind ist kein Management der Welt. Ein Unternehmen, [...] mehr...

01.06.2007 von Bert Olson:

Ich finde es schon toll, wie Sie in Foren mit Ihrer Idee die Diskussion lenken. Für aktuelle Probleme der Bahn schlagen Sie eine utopische Idee vor. Eigentlich schade, ich fahre und nutze die Bahn sehr gern, daher bin ich an [...] mehr...

01.06.2007 von Juan Pérez: Wer soll das bezahlen?!

Eh, nette Idee fehlt aber eine ganz substantieller Punkt zu dem ich mal eine Frage habe? Und wer soll das bezahlen?! Der Herr Müller selbst, ein Investor, der Staat? Fragen über Fragen! mehr...

01.06.2007 von Christoph Müller:

Kann das Auto erst mal ohne Fahrer fahren, sehe ich schwarz für das über 150 Jahre alte VAE-Konzept der Bahn. Warum sollte man dann noch auf die Bahn umsteigen, wenn man eh' schon in einem fahrenden Fahrzeug zum PRÄZISEN Ziel [...] mehr...

01.06.2007 von Christoph Müller:

Die Alternative ist die Pleite der Bahn, sobald das Auto selber fahren kann. Landfahrzeuge werden typischerweise nur eine Stunde pro Tag bewegt, Automaten zehn. Damit wird ein Prozent Automatenanteil eine ähnliche [...] mehr...

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