Garmisch-Partenkirchen - Der im Grenzgebiet zu Österreich nahe Garmisch-Partenkirchen umherstreunende Braunbär ziehe viele Touristen an, meldeten heute Nachrichtenagenturen. Die Hoteliers der Region verzeichnen demnach laut eigenen Angaben bereits eine verstärkte Nachfrage kurz entschlossener Urlauber und bieten eine "Bären-Pauschale" an.
Die aus 26 Häusern bestehende Garmischer Hotelvereinigung habe mit einem Gästepauschal-Arrangement auf den Bären-Tourismus reagiert. Das Pauschalangebot umfasse beispielsweise drei Übernachtungen mit Frühstück in einem Drei-Sterne-Hotel. Zu den Extras gehörten auch "garantiert bärensichere Rad- und Wandervorschläge".
"Viele Stammgäste und Neugierige kommen nun in die Gegend, um zu sehen, wo der Bär bisher schon gewesen ist", sagte Hotelier-Sprecherin Gaby Janetz.
Das Tier ist der erste Braunbär seit 170 Jahren, der deutschen Boden betreten hat. Am vergangenen Wochenende riss er in Grainau im Kreis Garmisch-Partenkirchen rund ein Dutzend Schafe und plünderte einen Hühnerstall. Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) gab den Bären daraufhin am Montag zum Abschuss frei. Derzeit ist nicht klar, ob sich der Bär noch in Bayern oder schon wieder in Österreich aufhält.
Im Text wurde eine Ortsangabe korrigiert: Die betreffende österreichische Region ist Tirol, nicht Oberösterreich.
har/dpa/ddp
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