Hamburg - Für die meisten Touristen ist Island ein friedliches Urlaubsparadies mit einzigartiger Flora und Fauna. Doch jetzt ändern viele ihre Reisepläne, weil isländische Fischer wieder Jagd auf Finn- und Minkwale machen. Laut der britischen Zeitung "Times" ging die Zahl der Reisebuchungen für 2007 in den vergangenen zwei Wochen um 25 Prozent zurück.
Das wahre Ausmaß der Folgen für den Tourismus wird sich aber wohl erst im nächsten Jahr zeigen. 2006 gab es bisher eine Rekordanzahl von 400.000 Besuchern, von denen 89.000 an einer der populären "Whale Watching"-Touren teilnahmen. Clive Stacey vom Reiseanbieter Discover the World zeigte sich laut "Times" überrascht vom Rückgang der Buchungen und sagte, er habe eigentlich mit einem Zuwachs von 50 bis 100 Prozent gerechnet.
Eine Delegation von 25 Botschaftern unter Führung von Alp Mehmet, dem britischen Botschafter in Island, reichte eine Petition an die isländische Regierung ein. Darin wird gefordert, das Töten der Meeressäuger aufzugeben. Unter den Unterzeichnern sind die USA, Frankreich, Deutschland, Australien und Argentinien sowie die Europäische Union, berichtet die "Times".
Tierschützer kritisieren, dass die Fischereiaktivitäten wegen geringer Nachfrage nach Walfleisch nicht gerechtfertigt seien. Finnwale gelten zudem laut dem Washingtoner Artenschutzabkommen als gefährdete Spezies.
Sto
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