Fulda – Der Unfall des IC 2450 mit 120 Fahrgästen an Bord passierte in der vergangenen Nacht kurz vor Mitternacht. Nach Angaben der Bundespolizei sprang der Steuerwagen des aus Stralsund in Richtung Würzburg fahrenden Intercitys etwa 250 Meter vor der Einfahrt in den Fuldaer Bahnhof an einer Weiche aus dem Gleis.
Der Wagen rollte noch mehrere hundert Meter neben den Gleisen weiter, bevor er zum Stehen kam. Die anderen Wagen und die zweite Lokomotive am Ende des Zuges blieben auf den Schienen. Ein Hauptsignal, das der Zug rammte, wurde etwa 25 Meter weggeschleudert. Neben dem Lokführer trugen auch drei Fahrgäste leichte Verletzungen davon.
Nach dem Unfall wurden die Waggons abgekoppelt und in den Bahnhof Fulda gebracht. Von dort aus konnten die Reisenden in Ersatzzügen weiterfahren. Die Unfallstelle wurde laut der Polizei akribisch untersucht. Dabei wurden auch Hinweise auf einen Anschlag gesucht.
"Über die Ursachen ist noch nichts Genaueres bekannt", sagte ein Bahn-Sprecher zu SPIEGEL ONLINE. "Die Bundespolizei ermittelt." Auch die Bergungsarbeiten dauern noch an. Laut Angaben der Bahn wird die genaue Schadenshöhe frühestens in zwei Wochen feststehen.
Durch den Unfall kam es im gesamten Zugverkehr zu erheblichen Verspätungen. Ein Vertreter der Bundespolizei sprach von insgesamt 50 betroffenen Zügen.
Sto/dpa/ddp/ap
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