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09.11.2006
 

Telefonieren im Flug

Emirates ermöglicht Handy-Nutzung an Bord

Den Wettkampf, welche Airline als Erste Handys an Bord zulässt, könnte Emirates gewinnen. Die Dubaier Fluggesellschaft plant, ab Januar eine erste Boeing 777 mit der nötigen Technik in die Luft zu schicken.

Frankfurt/Dubai – Lufthansa zögert aus Rücksicht auf ruhebedürftige Passagiere noch. Dagegen sind Airlines wie Ryanair und Air France KLM fest entschlossen, im nächsten Jahr die Handy-Nutzung an Bord ihrer Flotte zu ermöglichen. Doch die erste Fluggesellschaft mit dem Service könnte Emirates werden. Ab Januar 2007 soll ein Emirates-Jet vom Typ Boeing 777 mit der notwendigen Technik ausgestatten werden. Sukzessive soll die gesamte Flotte folgen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Dubai mit. Insgesamt investiert Emirates 27 Millionen US-Dollar in die Ausstattung mit dem Kommunikationssystem.

Emirates arbeitet mit dem britischen Kommunikationstechnik-Anbieter AeroMobile zusammen, einem Konkurrenten von OnAir, dem Partner von Ryanair und Lufthansa. Das eingesetzte System sei so eingerichtet, dass Handys nur auf minimaler Leistungsstufe betrieben werden und die Navigations- und Kommunikationssysteme des Flugzeugs nicht stören können, gab die Airline bekannt.

Die Passagiere dürften ihre Handys für Gespräche oder Textnachrichten nur auf Reiseflughöhe und höchstens fünf- oder sechsmal während eines Fluges nutzen. Die Kosten entsprächen denen normaler Roaming-Gespräche. Damit sich die Mitreisenden durch die Unterhaltungen nicht rund um die Uhr gestört fühlen, kann die Crew das System zum Beispiel in der Nacht ausschalten.

Bevor die Dubaier den Service anbieten können, müssen Flugsicherheitsbehörden wie die europäische Easa oder die US-amerikanische FAA die Technik noch genehmigen. Später will die Airline ihren Gästen auch GPRS und Internet an Bord ermöglichen. Welche Passagiere schon Anfang nächsten Jahres ihre Handys im Flug einsetzen können, gab Emirates noch nicht bekannt. Insgesamt fliegen 38 Jets des Typs Boeing 777 mit bis zu 550 Sitzplätzen für die Fluggesellschaft, von Deutschland aus auf den Strecken Düsseldorf – Dubai und seit Ende Oktober auch Hamburg - New York.

abl

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