Potsdam - "Momentan ist der Oberbürgermeister beauftragt zu prüfen, wo eine geeignete Trampstelle errichtet werden könnte", sagte Clemens Rostock in einem dpa- Gespräch. Der angehende Volkswirt aus Potsdam ist selbst Tramper und kam mit einem Gleichgesinnten im letzten Sommer auf die Idee, eine solche Haltestelle in Potsdam einzurichten.
Der Plan ist simpel: An einem verkehrsgünstig gelegen Ort soll eine Haltebucht errichtet und mit einem Schild versehen werden. So können Autos sicher stoppen und Tramper ungefährdet ein- und aussteigen. In den Niederlanden und der Schweiz sind laut Rostock vereinzelt schon Tramper-Stellen in Betrieb. So sei zum Beispiel in Den Haag ein blaues Schild mit einem nach oben gestreckten Daumen und der Aufschrift "Lifter" zu finden.
Vorerst ist eine einzige Haltestelle in Potsdam geplant - an der Leipziger Straße oder nahe dem Brauhausberg. "Diese Stellen sind am sinnvollsten", meinte der passionierte Tramper, denn sie lägen verkehrstechnisch günstig und in Bahnhofsnähe.
Unterstützung erhielten die Initiatoren von der Fraktion der Bündnisgrünen in der Stadtverordnetenversammlung, die Ende September 2006 einen Antrag zum Errichten einer Tramper-Stelle eingereicht hatte. Der Bauausschuss wandelte die Eingabe in einen Prüfungsantrag um, der zur Zeit bearbeitet wird.
Rostock ist sicher, dass es einen Bedarf gibt: "Im Sommer sehe ich jeden Tag Tramper in Potsdam." Vor allem auch ausländische Gäste, die die Landeshauptstadt besuchen, sollen in den Genuss der Haltestelle kommen und einfach in Richtung Hannover, München oder Frankfurt an der Oder weiterreisen können.
jto/dpa
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