Hamburg - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den von der Lufthansa geplanten Klimaschutz-Ticketzuschlag als Mogelpackung bezeichnet. "Die versuchen nur, sich rauszumogeln", sagte Greenpeace-Sprecher Karsten Smid in Hamburg. Der Klimaschutz werde nur "über das Portemonnaie des Kunden" finanziert. Der Lufthansa selbst tue der Zuschlag dagegen "überhaupt nicht weh". Die Fluggesellschaft wehre sich seit zehn Jahren gegen eine Kerosinsteuer und sperre sich gegen die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel. Diese Maßnahmen wären aber nötig.
Zwar seien Ausgleichszahlungen eine "sinnvolle Maßnahme" bei klimabewusstem Verhalten, sagte Smid. Allerdings könne dies jeder Bürger auch freiwillig und ohne die Lufthansa als Mittler tun. Das Kompensationsmodell der Fluggesellschaft sieht vor, dass Passagiere einen freiwilligen Ausgleich zahlen, dessen Höhe nach dem jeweiligen Kohlendioxidausstoß für die Flugstrecke berechnet wird. Das Geld soll Umweltprojekten in Schwellenländern zugute kommen.
Die zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin hat bereits bekannt gegeben, keine "Klimaschutz-Tickets" zu planen.
sto/AFP
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