Es dürfte der bisher waghalsigste Stunt des Extremsportlers A. J. Hackett aus Neuseeland sein: Der Bungee-Pionier will in Kuala Lumpur in Malaysia den höchsten Bungee-Sprung aller Zeiten wagen. Wie die britische Zeitung "Independent" berichtet, soll es von einem Hubschrauber aus 1500 Meter in die Tiefe gehen – das ist etwa das Vierzigfache eines normalen Bungee-Sprungs.
"Manchmal habe ich schon ein bisschen Angst, aber ich kann immer noch logisches Denken und Gefühl trennen", sagte Hackett dem australischen Radiosender ABC. Der Sprung ist nur dank eines neu entwickelten Bungee-Seils möglich, das am oberen Ende dicker ist als unten – dadurch wird eine höhere Stabilität und Elastizität erreicht. "Herkömmliche Seile würden bei so einem Sprung reißen, weil die Belastung im oberen Abschnitt zu stark wäre", sagte Hackett.
Im vergangenen Dezember war Hackett im chinesischen Macau mit 233 Metern der höchste Bungee-Sprung von einem Gebäude gelungen. Etwas Ähnliches können seitdem auch Touristen in der Sicherheit einer Kapsel erleben: Beim "Sky Jump" können sie sich vom 338 Meter hohen "Macau Tower" stürzen und erreichen dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern. Auch die Sprünge aus Helikoptern will Hackett in Zukunft für besonders mutige Touristen anbieten.
Berühmt wurde Hackett mit einem Sprung vom Eiffelturm im Jahr 1986. Zwar hatte schon zuvor der "Dangerous Sports Club" der Universität Oxford mit Sprüngen am Gummiseil experimentiert, doch erst der wagemutige Neuseeländer machte den "Sport" für Millionen attraktiv – und entwickelte daraus ein Millionengeschäft.
Seinen Ursprung hat das Bungee-Springen in einem Männlichkeitsritual auf der Pazifikinsel Vanuatu: Dort stürzen sich einmal im Jahr Männer an Lianenseilen von einem 30 Meter hohen Turm – das Ritual soll eine gute Ernte bescheren.
sto
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