Die Welt zu Gast bei Fremden
Fiese Sachsen, böse Senioren - Reisehorror in Deutschland
Von Stephan Orth
Jung, cool, spaßig: Deutschland hat sich während der WM als grandioser Gastgeber präsentiert. Jetzt scheint der Sympathie-Bonus verpufft. Ausländische Reisejournalisten berichten von maulenden Menschen, Müll-Spitzeln, nackten Monstern - und immer wieder Würsten!
Touristenziel Deutschland: 2006 kamen so viele Besucher wie noch nie. 52,9 Millionen Übernachtungen registrierte das Statistische Bundesamt, satte zehn Prozent mehr als im Vorjahr - der WM sei Dank. Seit Jahren die größte Touristen-Gruppe: die Niederländer (17 Prozent der Übernachtungen). Dahinter folgen US-Amerikaner und Briten (je 9 Prozent), Schweizer (7 Prozent) und Italiener (5 Prozent).
Aber was denken die Touristen über die Deutschen? Ist die Welt wirklich zu Gast bei Freunden - oder doch eher bei Fremden?
SPIEGEL ONLINE hat die prägnantesten Reiseberichte ausländischer Reisereporter zusammengestellt. Viel zu schnelle Autos und humorfreie Sachsen, rasende Senioren und Nacktbaden sind deren Top-Themen - aber lesen Sie selbst:
-
"Fahren Sie nicht nach Dresden wegen der Menschen", warnt Colin Bowles die Leser des "Australian". Er war in einen Supermarkt geraten - ein Horrortrip.
mehr...
-
"Obacht, wütende Senioren!", schreibt Luke Harding im "Guardian". Er war mit seiner Familie auf Deutschland-Reise - seine Kinder hatten es nicht leicht.
mehr...
-
"In Deckung, eine Nudistin!": Sarah Hampson berichtet im "Globe and Mail" von ihren etwas zu intimen Erlebnissen. Vor den Augen ihrer Kinder entblätterte sich eine Seniorin.
mehr...
-
"Festhalten, Tempowahn": Seine rasanten Deutschlanderlebnisse schildert Aric Chen in der "New York Times".
mehr...
-
"Vorsicht, geheime Müllpolizei": Colin Bowles ("The Australian") erlebte Minuten der Angst. Er hatte den Müll in die falschen Abfalleimer geworfen - und wurde erwischt.
mehr...