Quito – Für Galapagos-Touristen soll die Zahl der Flüge und Reise-Genehmigungen stark reduziert werden. Rafael Correa, Präsident von Ecuador, will den Besucherandrang eindämmen. Das weltweit einmalige Ökosystem sei in "unmittelbarer Gefahr", teilte er diese Woche in Quito mit. Kurz zuvor hatte eine Unesco-Delegation die Inseln besucht, um Möglichkeiten zur Erhaltung der dortigen Natur zu erforschen.
"Um unserer Verantwortung bewusst zu sein, brauchen wir keine Studien von irgendeiner internationalen Organisation", sagte Correa und forderte seine Minister auf, einen Plan zur Reduktion der Besucherzahlen aufzustellen. Zudem soll ein Zensus die genaue Einwohnerzahl ermitteln – etwa 15.000 Equadorianer sind offizielle Bewohner, aber es gibt Schätzungen, dass 5000 Menschen illegal dort leben.
Die Inseln sind berühmt für ihre einmalige Fauna – die dort lebenden Spezies von Leguanen und Riesenschildkröten faszinierten schon im 19. Jahrhundert Charles Darwin, als er seine Evolutionstheorie aufstellte. Im Jahr 1979 erklärte die Unesco die Galapagos-Inseln zum Welterbe, im vergangenen März warnte die Organisation vor Bedrohungen für das fragile Ökosystem.
Jährlich besuchen 120.000 Touristen die isolierten Inseln, die sich 1000 Kilometer von der Pazifikküste von Ecuador befinden.
sto/AP/AFP
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