Sie streifen mehr oder weniger planlos durch die Welt und haben ihr Hab und Gut immer dabei: Eigentlich gelten Backpacker als selbstgenügsame Spezies. Nicht so in Australien. Eine Studie der Universität West-Sydney, beauftragt von sechs Stadträten, hat laut der Online-Ausgabe der australischen Zeitung "The Age" herausgefunden, dass Individual-Touristen dort eher als Zumutung empfunden werden.
Schon das Wort "Backpacker" rufe bei ihren Landsleuten negative Assoziationen hervor, sagte Fiona Allon, eine der Autorinnen des Zwischenberichts. Im schlimmsten Fall erinnere es an englische oder irische Kampftrinker, die in Pubs herumhängen und sich auf fremder Leute Kosten durchschlagen.
Hinzu komme, dass der Begriff einfach nicht mehr zeitgemäß sei. Rucksackreisende ließen sich längst nicht mehr einer bestimmten Gesellschaftsschicht, einem Berufsstand oder einer Altersgruppe zuordnen. Heute würden die unterschiedlichsten Arten von Individualurlaubern unter einem Terminus zusammengefasst – sparwütige Aussteigertypen ebenso wie wohlhabende Abenteurer.
Als das Wort "Rucksackreisender" in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, abgeleitet vom englischen "Backpacker", in Mode kam, verstand man darunter junge Globetrotter, die sich als Gegenbewegung zum Pauschaltourismus formiert hatten. Menschen, die sich oft nur mit dem nötigsten Gepäck, ohne klare Vorstellungen von Unterkunftsmöglichkeiten und Reiseverlauf, treiben ließen.
Flash-Packer für die Multimedia-Reisenden
In den vergangenen Jahren ist das Rucksackreisen hingegen zum Massenphänomen geworden. Also müssen neue Begrifflichkeiten her: Die Studie der Universität von West-Sydney schlägt zum Beispiel vor, reisebegeisterte Über-50-Jährige künftig "Graue Nomaden" zu nennen. Auch der Terminus "Flashpacker" ist im Gespräch. Der hat allerdings nichts mit der Geschwindigkeit zu tun, in der jemand seinen Rucksack packt, sondern bezeichnet junge Hightech-Nutzer, die sich mit Kamera und Laptop, mit Handy und MP3-Player auf die Reise machen.
Ist das Image der Backpacker erst einmal aufgebessert, können diese in Australien vielleicht auch wieder auf bessere Übernachtungsmöglichkeiten hoffen. Denn obwohl der Kontinent als Paradies für Abenteurer und Rucksackreisende gilt und die Zahl der Budget-Touristen stetig wächst, sind preiswerte Unterkünfte laut Studie selbst in der Touristen-Metropole Sydney rar.
Vor allem Arbeitsurlauber, die oft bis zu sechs Monate in der Stadt bleiben, haben ein Problem: In Jugendherbergen können sie nur für einen begrenzten Zeitraum bleiben. Folglich werden sie in den Wohnungsmarkt hineingedrängt und müssen für relativ kurze Zeit teure Apartments mieten. Fast alle im Rahmen der Studie befragten Einwohner Sydneys sprachen von mangelnden Angeboten und fehlender Unterstützung für Rucksackreisende.
Im vergangenen Jahr haben mehr als eine halbe Million Individualtouristen den australischen Kontinent besucht – deutlich mehr als noch im Jahr 2000, als in Sydney die Olympischen Spiele ausgetragen wurden. Sie blieben im Schnitt zehn Wochen und gaben während ihres Aufenthalts knapp mehr als 5000 australische Dollar aus.
hep
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Fuer mich persoenlich hat der begriff backpacker ein klar negatives image. hier in neuseeland scheinen sich die backpacker noch relativ zivilisiert zu verhalten (vielleicht mangels moeglichkeiten, sich auszutoben), jedoch drueben [...] mehr...
zu der Urlaubswahl kann ich nur sagen...schlimm, schlimm. wie spiessig. Also der moderne Backpacker, der eh nur von Hostel zu Hostel reist, hat gar keinen Rucksack mehr mit, sondern reist mit dem praktischen Schiebekoffer. [...] mehr...
Und das ist genau der Unterschied. Es gibt eine (meiner Meinung nach steigende) Anzahl an Reisenden, die eben Cluburlaube, klimatisierte Reisebusse etc. meiden wollen, die der (richtigen) Meinung sind, eine Stadt bestehe nicht [...] mehr...
Ich bin kein Backpacker. Dennoch sind Menschen, die sich nicht hinter Hotelmauern, guided tours und in klimatisierten Reisebussen verschanzt bewegen, ihr Essen auch dort einkaufen wo es die Einheimischen tun, der Kultur die sie [...] mehr...
womit Sie ja gleich zuerst anfingen durch pauschales Diffamieren von Backpackern als stinkenden Geizhälsen. [QUOTE=Stanlaurel;1180620] die auf den eh schon ausgetretenen Pfaden irgendwelcher Pioniere wandeln und meinen, das [...] mehr...
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