Jakarta - In Indonesien darf vorerst allein die nationale Fluggesellschaft Garuda in Betrieb bleiben. Sie sei bei einer Prüfung in die höchste Kategorie eingestuft worden, weil sie 84 Prozent der Sicherheitsstandards erfülle, berichtete die Zeitung "Media Indonesia".
Das indonesische Transportministerium hat die Lizenzen der Budget-Linie Jatayu Air sowie drei kleineren Chartergesellschaften, die Flugzeuge mit weniger als 30 Passagieren fliegen, eingezogen. Die fünf anderen, SMAC, Kura-Kura Aviation, Germania Trisila, Atlas Deltasatya und Survei Udara Penas, bekamen drei Monate Zeit, um die Sicherheit ihrer Flugzeuge zu verbessern.
Die Regierung hatte nach einer Serie von Unglücken seit Anfang des Jahres hartes Durchgreifen angekündigt. Am Neujahrstag stürzte eine Maschine der Adam Air mit 102 Menschen an Bord ab, niemand überlebte das Unglück. Kurz darauf brach ein Flugzeug bei einer harten Landung in Surabaya auf dem Rollfeld auseinander. Niemand wurde verletzt. Im März schoss eine Garuda-Maschine in Yogyakarta über die Landebahn hinaus und fing Feuer. 21 Menschen starben.
Nach der Deregulierung des Marktes Ende der neunziger Jahre waren Dutzende Fluggesellschaften gegründet worden. Die Passagierzahl vervierfachte sich in sieben Jahren.
abl/dpa
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