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03.07.2007
 

Nach Aasgeier-Kollision

Pilot schafft Notlandung mit einem Auge

Gelungene Notlandung trotz Verlust eines Auges: Nachdem ein Aasgeier die Frontscheibe zerstört hatte, brachte ein brasilianischer Pilot seine zweimotorige Maschine sicher zu Boden – trotz Glassplitter im Auge und kurzer Bewusstlosigkeit.

Rio de Janeiro – Zum Glück waren die einzigen Passagiere ein Arzt und eine Krankenschwester: Ein Aasgeier prallte mit einer Wucht von einer Tonne auf die Windschutzscheibe der Maschine, ein Splitter zerstörte das Auge des 22-jährigen Piloten eines Rettungsflugzeuges.

Für einige Sekunden verlor Carlos William Fraga am Steuerknüppel daraufhin das Bewusstsein, während die zweimotorige Maschine mit dem Autopiloten weiterflog, wie brasilianische Medien berichten. Die Mediziner an Bord konnten zunächst erste Hilfe leisten, dann leitete der Pilot, der über vier Jahre Flugerfahrung verfügte, eine Notlandung auf dem Flughafen der Stadt Jundiai im südöstlichen Bundesland São Paulo ein. Trotz seines Zustandes brachte er die Maschine sicher zu Boden. Der Aasgeier starb bei dem Zusammenprall, Fraga musste in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er am Auge operiert wurde.

Laut der Zeitung "O Globo" werden in Brasilien häufig Aasgeier zu einer Gefahr für den Flugverkehr, da die Start- und Landebahnen häufig in der Nähe von Müllhalden liegen.

sto/dpa

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