Peking – Etwa zwei Milliarden Ratten und Mäuse strömten in den vergangenen Wochen nach Überflutungen in Städte und auf Felder der zentralchinesischen Provinz Hunan. Nun berichten chinesische Medien, dass lebende Ratten in Massen von Zentralchina in den Süden des Landes gekarrt würden – um dort die Kochtöpfe der Restaurants zu füllen.
Verkäufer hätten mit Ratten in den vergangenen zwei Wochen dank des großen Angebots gute Geschäfte gemacht, berichtete der "China News Service". "In letzter Zeit gab es eine Menge Ratten", so einer der Händler. "Die Leute in Guangzhou sind reich und essen exotische Dinge, deshalb läuft das Geschäft gut", sagte er in Bezug auf die Hauptstadt der Provinz Guangdong.
Einige Verkäufer, die ihre Namen nicht nennen wollten, hatten Leuten in der Hunan-Provinz angeboten, ihnen Ratten abzukaufen, meldeten die "Beijing News" heute. "Sie bieten sechs Yuan pro Kilo, aber wollen nicht sagen, wohin sie die Ratten verkaufen", zitierte die Zeitung einen Bewohner. Die Ratten müssten aber noch leben. "Das wäre kein Problem, wir könnten 150 Kilo Ratten in einer Nacht fangen, aber wir werden das nicht gegen unser Gewissen tun."
Einige Restaurants in Guangdong würden mit "Ratten-Banketten" werben und 136 Yuan (etwa 13 Euro) für ein Kilo Rattenfleisch verlangen, so die Zeitung. Die Restaurants bestritten jedoch, dass die Ratten aus Hunan stammten.
Nach starken Regenfällen und Überflutungen durch einen übergetretenen See waren die Nagetiere aus ihren Höhlen geflohen und hatten mehr als 1,6 Millionen Hektar Ackerland in der Hunan-Provinz kahlgefressen.
tno/Reuters
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