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17.07.2007
 

Mexiko

Drogen-Hochburg lockt Abenteuertouristen

In der mexikanischen Sinaloa-Region werden Opium und Marihuana angebaut, Drogenkartelle tragen hier blutige Kämpfe aus. Jetzt soll die Gegend verstärkt Reisende anlocken – der Tourismus-Minister sieht darin eine Chance für den Arbeitsmarkt.

Culiacan – Die kleinen Hütten in den Bergen von Sinaloa sollen vor allem Outdoor-begeisterte Rucksacktouristen interessieren. Die dürfen sich jedoch nicht vom zweifelhaften Ruf der Region abschrecken lassen. Hier sind mehrere der größten Drogenkartelle des Landes aktiv, auf den Feldern der abgelegenen Badiraguato-Gegend werden seit Generationen Opium und Marihuana angebaut. Der gefürchtete Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman stammt von hier.

Drogenfund in Sinaloa: Im Januar stellten Beamte vier Tonnen Marihuana sicher
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REUTERS

Drogenfund in Sinaloa: Im Januar stellten Beamte vier Tonnen Marihuana sicher

Doch Antoinia Ibarra, Tourismus-Minister von Sinaloa, sieht im Tourismus eine Chance für die Einheimischen, mit legalen Geschäften ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. "Jeder vernünftig bezahlte Job, den wir schaffen, gibt den Menschen eine Alternative", sagt Ibarra.

Das Sinaloa-Kartell unter der Führung von Guzman gilt als weltgrößtes Netzwerk für Kokainschmuggel. In Sinaloa sterben jährlich etwa 600 Menschen aufgrund von Gewalt, die in Verbindung mit den Drogengangs steht. Davon seien jedoch Touristen nicht betroffen, da es sich um interne Kämpfe handle, behauptet Ibarra. "Dies ist kein Terrorismus, das ist Drogenhandel – das Sicherheitsrisiko existiert nur zwischen den Beteiligten."

Die "El Perico" genannten Hüttenunterkünfte befinden sich in einem Wald in der Badiraguato-Gegend, der für seine umfangreiche Fauna und Flora bekannt ist. Das Projekt ist Teil einer umfangreichen Erweiterung der Tourismusindustrie – bisher sind vor allem die spektakuläre Zugstrecke im Copper-Canyon sowie das Strandresort Mazatlan bei Reisenden beliebt. Dort schlagen Taxifahrer schon länger Kapital aus der Faszination am Verbrechen - sie bieten Touren zu bekannten Schauplätzen des Drogenkrieges an .

sto/Reuters

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