Berlin – Innerhalb eines Jahres soll die Zahl der Erste-Klasse-Tickets um eine Million gesteigert werden, formulierte die Bahn heute ihr ehrgeiziges Ziel. Derzeit werden pro Jahr zehn Millionen Tickets verkauft. Dafür will der Konzern den Service ab Fahrplanwechsel im Dezember ausbauen und einen zweistelliger Millionenbetrag investieren: Für die Betreuung im Zug sollen 200 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden, die sich nur um Service in der Ersten Klasse kümmern. In großen Bahnhöfen sind neue Wartezonen geplant.
"Wir wollen durch Service im Wettbewerb punkten", sagte der Chef des Bahn-Fernverkehrs, Nikolaus Breuel, der dpa in Berlin. Ziel sei, neue Kunden anzusprechen, aber auch bisherige Zweite-Klasse-Gäste. Dazu soll im August zudem eine Sonderaktion mit Billigtickets ab 49 Euro für eine einfache Fahrt in Fernverkehrszügen beitragen. Die an bestimmte Züge gebundenen Fahrkarten sind ab 1. August erhältlich und können vom 4. bis 31. August genutzt werden. Als Service- Neuerung soll zudem das Tageszeitungsangebot im Zug erweitert werden, verteilt werden sollen auch kleine Snacks. Die 200 zusätzlichen Betreuer würden von August an eingestellt und geschult, hieß es.
Mit den Nettigkeiten für die High-Class-Passagiere soll auch die Auslastung der Ersten Klasse verbessert werden, die im Schnitt bei rund 30 Prozent liegt. Die Ticketpreise für die bequemeren Sitze sind spürbar höher. Eine ICE- Fahrt von Berlin nach Frankfurt/Main kostet zum Beispiel 104 Euro in der Zweiten Klasse und 163 Euro in der Ersten Klasse. Dafür ist der Sitzabstand mit 1,01 Metern neun Zentimeter größer, pro Reihe gibt es drei statt vier Sessel. An den Plätzen werden unter anderem Zeitungen verteilt und Speisen serviert. Der Anteil der Erste-Klasse-Plätze in ICE-Zügen liegt im Schnitt etwa bei 15 Prozent.
abl/dpa
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