Antananarivo - Madagaskar hat die berühmte Baobab-Allee im Südwesten der Insel als erstes "Naturdenkmal" des Staates unter Schutz gestellt. Die Klassifizierung der gut 30 Kilometer nördlich der Hafenstadt Morondava gelegenen Touristenattraktion soll nach Angaben von Umweltminister Koto Bernard zu ihrem dauerhaften Erhalt beitragen. Vor allem zur Zeit des Sonnenuntergangs lockt die Allee täglich Besucher aus aller Welt an.
Unkontrollierte Brände und die Ableitung des Abwassers einer nahen Zuckerfabrik bedrohen laut Medienberichten die alten Bestände der auch als Affenbrotbaum bekannten Baobabs. Insgesamt sieben der weltweit acht Baobab-Arten sind auf der Insel zu finden. Sie erreichen in der Regel eine Höhe von bis zu 30 Metern und wirken, als wären sie mit der Wurzel nach oben in die Erde gerammt worden.
Während hier Wert auf Naturschutz gelegt wird, beginnen bald einige Kilometer im Inland die Bauarbeiten für ein riesiges Hotelprojekt. Als höchstes Bauwerk von Madagaskar entsteht nahe des Flughafens der Hauptstadt Antananarivo ein 23-stöckiges Luxushotel mit 240 Zimmern. Das 97 Meter hohe Gebäude wird von China finanziert und kostet Medienberichten zufolge 50 Millionen Dollar (etwa 36,6 Millionen Euro).
Das Fünf-Sterne-Hotel soll zur Konferenz der Staatschefs der Afrikanischen Union (AU) im Sommer 2009 fertig sein. Bisher verfügt die Insel im Indischen Ozean erst über ein Fünf-Sterne-Hotel. Es liegt in Antananarivo und ist rund 30 Jahre alt.
sto/gms
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