Pulsierende Städte und abgelegene Landschaften, ungewöhnliche Begegnungen und skurrile Erlebnisse - SPIEGEL-ONLINE-Autoren erzählen von spannenden Orten rund um den Globus: anhören, auf den MP3-Player herunterladen, in den Urlaub mitnehmen.
Der Aal, der Globetrotter unter den Fischen, macht den Naturschützern heute Sorgen. Der Wanderfisch, der in seinem Leben enorme Distanzen von bis zu 5000 Kilometer zurücklegt, ist heute in europäischen Flüssen rar geworden.
Anfang des 20. Jahrhundert sah das anders aus: Nach dem im Bestand rückläufigen Lachs wurde der Aal zum "Brotfisch", zum Hauptfangfisch, der Rheinfischer. Sogar aus den Niederlanden kamen die Fischer mit ihren typischen Booten, den Aalschokkern. Die flachbodigen Segelschiffe hatten einen sogenannten Schokkerbaum mit Schleppnetzen, der ausgeschwenkt werden konnte. Doch mit dem Niedergang des Aalbestands in den fünfziger Jahren kam auch das Aus für den Aalschokker.
Nur noch wenige Schiffe sind heute in Museumshäfen am Rhein zu sehen - eins jedoch befährt noch immer den Fluss, an Bord ist Rudi Hell aus Grieth am Niederrhein, ein Frachtschiffer in Rente. Sein Großvater konnte noch mit Aalen seinen Lebensunterhalt verdienen. Bei SPIEGEL ONLINE berichtet Hell von dem harten Leben der Aalfischer, seinem alten Aalschokker und warum Aalfänger sich zu Vollmond auf die faule Haut legen können.
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