Regensburg - Terahertz heißt das Zauberwort, das derzeit so manchen Forscher bewegt. Nach Angaben von Wissenschaftlern der Regensburger Universität könnte es mit diesen Strahlen möglich sein, Kleidungsstücke zu durchleuchten und bislang verborgene Terrorgefahren aufzuspüren. "Es lassen sich mitgeführte Plastik-Sprengstoffe und Waffen erkennen, die mit anderen Verfahren derzeit nicht so einfach gefunden werden", sagte der Physiker Sergey Ganichev.
An der Regensburger Hochschule wurde zu diesem Zweck extra ein neues Forschungszentrum eingerichtet. Forscher aus aller Welt sollen sich hier über ihre Ergebnisse, Methoden und Entwicklungen zu den bislang ungenutzten Lichtstrahlen austauschen.
Das bislang wenig erforschte Terahertz-Licht, das im elektromagnetischen Spektrum zwischen Infrarot- und Mikrowellenstrahlung liegt, soll die Gesundheitsvorsorge und Datenverarbeitung grundlegend verbessern. Die Labore verfügen nach Angaben der Universität über einen der weltweit stärksten Terahertz-Laser. Ohnehin gebe es rund um den Globus nur insgesamt vier Forschungszentren in diesem Bereich.
Konkret könnte die neuartige Kontrolle an Flughäfen so genutzt werden: "Jeder Stoff, der in Terahertz-Frequenz bestrahlt wird, absorbiert die Strahlen unterschiedlich und ergibt deshalb ein charakteristisches und damit aufspürbares Profil", erläutert Ganichev. Nach dem gleichen Prinzip ließen sich auch Briefe durchleuchten und auf gefährliche Inhalte wie Milzbrand-Erreger überprüfen.
Ein weiteres Einsatzgebiet könnte die Medizin sein. Im Gegensatz zu Röntgenstrahlen sollen die Terahertz-Strahlen für Menschen unschädlich sein. Nach Angaben der Wissenschaftler könnten mit den Strahlen Tumore von gesundem Gewebe unterschieden werden.
ssu/dpa
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