Von Stephan Orth
Auch wenn Mitfahrgelegenheiten eine Alternative sind - die Straßen werden voll sein, die Plätze sind begehrt, und nicht für jede Verbindung gibt es genug Angebote. Das fand Malika Doua aus Bonn auf der Suche nach Alternativen heraus - sie wohnt etwa 400 Kilometer von ihrem Freund entfernt:
"Vor acht Wochen bin ich wegen eines neuen Jobs nach Bonn gezogen, mein Freund wohnt weiterhin in Erlangen. Bisher ist er einige Male mit dem Auto gekommen, doch dieses Wochenende wäre ich mal dran mit Fahren. Weil ich nächstes Wochenende beruflich nach Berlin muss, hätte ich ihn schon sehr gern jetzt gesehen - wenn ich heute keinen Zug kriege, werden das deshalb insgesamt vier Wochen ohne ihn.
Am Freitagabend nach einem langen Arbeitstag noch mit dem Auto zu fahren, macht ganz bestimmt keinen Spaß – gerade die A3 wird bestimmt extrem voll sein. Nach einer Mitfahrgelegenheit habe ich trotzdem noch geschaut, aber da war auf der Strecke leider keine dabei.
Generell habe ich ja Verständnis für den Arbeitskampf, von mir aus könnten die auch zwei Wochen am Stück streiken, dann könnte ich mich wenigstens darauf einstellen. Aber dieses Hin und Her ohne erkennbare Linie nervt, weil man nichts planen kann. Außerdem bereue ich langsam, mir eine teure Bahncard 50 gekauft zu haben."
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