Düsseldorf - Für Passagiere europäischer Fluglinien wird es immer wichtiger, aus Vorsicht Zahnbürste und Socken mit ins Handgepäck zu nehmen: Im vergangenen Jahr warteten auf Europas Flughäfen insgesamt rund 5,6 Millionen Fluggäste vergebens auf ihr Gepäck, wie die "Wirtschaftswoche" vorab unter Berufung auf eine Bilanz der Association of European Airlines (AEA) berichtete, der 31 Fluggesellschaften angehören.
Das waren demnach 1,6 Prozent der Passagiere, die 2006 mit den Airlines geflogen sind. Gegenüber 2004 sei dies ein Plus von 0,6 Prozentpunkten. Die Tendenz sei steigend. Im dritten Quartal 2007 waren den Angaben zufolge schon 1,9 Prozent der Reisenden betroffen.
Angeführt wird die europäische Negativstatistik demnach von der portugiesischen Airline TAP. Dort vermissten im dritten Quartal 3,5 Prozent der Reisenden am Zielort ihre Koffer. Wenig besser schnitt British Airways mit 3,0 Prozent ab, gefolgt von Alitalia (2,8 Prozent), KLM (2,4) und Air France (1,8). Bei der Deutschen Lufthansa warteten im dritten Quartal 1,7 Prozent der Reisenden vergebens auf Gepäck. Grund für die Zunahme des verlorenen Gepäcks sei laut Branchenexperten die zunehmende Überlastung der Flughäfen.
Allerdings werden demnach etwa 90 Prozent der als vermisst gemeldeten Koffer und Taschen binnen 24 Stunden wiedergefunden und den Kunden per Kurier zugestellt. Weitere fünf Prozent tauchen innerhalb von zwei bis drei Tagen wieder auf. Fünf Prozent der Gepäckstücke bleiben allerdings für immer verschwunden.
sto/AFP
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