Am Neujahrstag ging's eiskalt her: In Scheveningen in den Niederlanden sprangen rund 9500 Menschen in winterkühle Nordsee, in Coney Island in New York und im nordfranzösischen Dünkirchen waren es jeweils rund 300 Mutige. Rund um die Welt fanden traditionelle Schwimmveranstaltungen statt. "Es war ein phantastischer Tag", erklärte Louis Scarcella, Präsident des Eisbär-Clubs von Coney Island. Die Mitglieder, die sechs Grad kalten Atlantik ertrugen, sammelten bei dem Spektakel 30.000 Dollar (rund 20.000 Euro) an Spendenzusagen für gemeinnützige Zwecke.
Auch am Strand von Malo-les-Bains bei Dünkirchen konnten die Abgehärteten, die nur mit Karnevalskostümen oder mit Badehose bekleidet waren, Luft- und Wassertemperaturen von nur sechs Grad Celsius nicht schrecken. Allen wurde ihr mutiger Einsatz für den Verein "Bad der Vereisten" attestiert: Die höchste Auszeichnung erhielten die besonders Verwegenen, die sogar mit dem Kopf untertauchten. Nach dem Bad gab es für die durchgefrorenen Schwimmer am Strand von Malo-les-Bains heiße Zwiebelsuppe. In Deutschland waren es unter anderem die Mitglieder des Vereins Berliner Seehunde die sich in den kalten Orankesee stürzten.
Am Dreikönigstag am kommenden Sonntag geht eiskalt weiter. Dann werden sich kälteresistente Schwimmer in die Fluten von Main und Wiesent wagen. Bei den traditionellen Dreikönigsschwimmen im oberfränkischen Ebermannstadt und in Gerbrunn bei Würzburg wollen die mit Neoprenanzügen und Fackeln ausgerüsteten mehrere Kilometer in dem vier bis fünf Grad kalten Wasser zurücklegen.Dabei werden sie in Ebermannstadt von einer schwimmenden Bar begleitet, die Glühwein und Sekt an Bord hat.
abl/dpa
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