Peking - In den östlichen und zentralen Provinzen Anhui, Jiangsu, Guizhou, Hubei und Hunan ist der Verkehr fast völlig zum Erliegen gekommen, Straßen, Bahnstrecken und Flughäfen sind nicht benutzbar. Allein im Bahnhof von Guangzhou sitzen bis zu 100.000 Menschen fest, nach einem Bericht der Tageszeitung "Southern Metropolitan Daily" droht die Zahl der Gestrandeten bis morgen auf 600.000 anzusteigen.
In Guangzhou, einer großen Handels- und Industriestadt, riefen die Behörden Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen auf, Unterkünfte für die blockierten Reisenden zur Verfügung zu stellen. In der Provinz Hunan mussten wegen Stromausfällen insgesamt 136 Züge abgesagt werden.
Das Fernsehen berichtete, sieben Flughäfen in Ost- und Zentralchina seien geschlossen worden, sollten aber heute im Laufe des Tages den Betrieb wieder aufnehmen. Wegen vereister Straßen war schon in der vergangenen Woche der Langstrecken-Busverkehr in Teilen des Landes praktisch zum Erliegen gekommen.
Das Chinesische Neujahrsfest fällt in diesem Jahr auf den 7. Februar. Es ist der wichtigste Feiertag in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land, zu dem sich Millionen Menschen zu ihren Familien auf den Weg machen. Die Hauptreisezeit zum Neujahrsfest geht vom 19. Januar bis zum 2. März. Für diese Periode rechnet das Bahnministerium mit einer Rekordzahl von 178,6 Millionen Passagieren, ein Zuwachs von mehr als 20 Millionen im Vergleich zum vergangenen Jahr.
mik/AFP
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