Amman - Der 63-jährige Tourist ging mit seiner Frau in der Nähe der El-Husseini-Moschee im Zentrum der jordanischen Hauptstadt Amman spazieren, als er plötzlich angegriffen wurde. Er erlitt schwere Verletzungen, wie ein Polizeisprecher erklärte. Nach einer Operation im Krankenhaus sei sein Zustand jetzt stabil.
Der Angreifer, ein 34-jähriger Jordanier, wurde laut Polizei umgehend von einer Streife festgenommen. Bei dem Angreifer handele es sich um einen Einzeltäter. Innenminister Eid al-Fayez sagte, der Überfall habe nichts mit Terrorismus zu tun. "Es war ein Einzelfall, der von einem Verrückten ausgeübt wurde", sagte al-Fayez, als er den Verletzten im Krankenhaus besuchte. Polizisten wollten zunächst jedoch einen terroristischen Hintergrund nicht ausschließen.
Jordanien gilt als eines der sichersten Urlaubsländer in der arabischen Welt, dennoch gibt es auch hier politisch motivierte Übergriffe.
Im September 2006 hatte ein Jordanier palästinensischer Herkunft einen britischen Touristen getötet und fünf weitere Ausländer sowie einen jordanischen Reiseführer verletzt.
In Jordanien läuft gegenwärtig eine Kampagne mit dem Titel "Der Prophet eint uns". Damit sollen möglichst viele Jordanier zum Boykott dänischer Produkte zu bewegt werden, nachdem erneut Karikaturen des Propheten Mohammed erschienen waren.
sta/dpa/AP
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