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20.03.2008
 

Quasselstrippen-Flug

Emirates erlaubt als erste Airline Handy-Gespräche

"Schatz, ich sitze gerade im Flieger" - solche Gespräche waren bis vor kurzem nur mit Satellitentelefonen möglich. Die Fluggesellschaft Emirates hat jetzt das erste kommerzielle Handy-Netz über den Wolken in Betrieb genommen. Weitere Airlines rüsten gerade ihre Flotten nach.

Dubai - Auf dem Flug von Dubai nach Casablanca nahm Emirates Airlines an diesem Donnerstag ihren Handy-Dienst in Betrieb: Das erste Telefonat sei in einem Airbus A340-300 in rund 9000 Metern Höhe geführt worden, teilte die Fluggesellschaft mit. Das Flugzeug ist das erste der Emirates-Flotte, das mit einem speziellen System ausgerüstet ist. Es erlaubt Handy-Anrufe, ohne dass dadurch die Bordelektronik gestört wird.

Quasseln über den Wolken: Emirates bietet als erste Fluglinie ein bordeigenes Handy-Netz an
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GMS

Quasseln über den Wolken: Emirates bietet als erste Fluglinie ein bordeigenes Handy-Netz an

Damit hat Emirates den Wettlauf um den ersten kommerziellen Quasselstrippen-Flug gewonnen: Auch andere Fluggesellschaften bereiten seit Monaten ihre Flugzeuge für die Handy-Nutzung vor. Der irische Billigflieger Ryanair rüstet seine komplette Flotte nach, bei Air France läuft seit wenigen Monaten ein Testversuch mit SMS in ausgewählten Flugzeugen. Auch die australische Qantas, Turkish Airlines und zahlreiche weitere Fluglinien experimentieren in unterschiedlichen Stadien mit der neuen Technik.

Mobiltelefonate sind nur möglich, wenn Fluggesellschaften entsprechende Technik in ihre Maschinen einbauen. Derzeit gibt es dafür vor allem die Anbieter AeroMobile (Großbritannien) sowie Onair (Schweiz). An Onair ist der europäische Flugzeugbauer Airbus beteiligt. Die Firma erhielt im vergangenen Sommer eine Zulassung für Europa.

Bei einem Telefonat im Flugzeug wählt sich das Handy in ein flugzeuginternes Netz ein. Von dort wird der Anruf in das jeweilige Handynetz des Nutzers weitergeleitet. Weil sich das Handy nur ins lokale Netz einwählt, sind die Sendeimpulse schwächer, weshalb auch keine Bordinstrumente gestört werden können. Die Anrufe sind nicht billig: Wie bei einem Anruf im Ausland werden für Anrufe über das fremde Netz genauso wie für ankommende Anrufe Roamingkosten fällig.

Bislang ist das Telefonieren nur versuchsweise möglich gewesen. Die größten deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin lehnen das Handy-Telefonieren im Flugzeug im Interesse der Ruhe an Bord ab.

reh/AFP

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